Beckenbodentraining
...ist eine sehr wirksame Maßnahme gegen Harninkontinenz. Dabei soll – zu Beginn unter physiotherapeutischer Unterweisung und Kontrolle – gelernt werden, die Beckenbodenmuskulatur gezielt einzusetzen. Das Beckenbodentraining ist aber eben nur dann erfolgreich, wenn es richtig gelernt und in der Folge auch zuhause über Jahre hinweg konsequent durchgeführt wird! Diese Art von Training ist sowohl für Männer als auch Frauen sehr erfolgversprechend!

Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten
...eigen etwa bei Belastungsinkontinenz, zum Beispiel bei Männern nach einer radikalen Prostatektomie, gute Wirkung. Die Medikamente wirken starkem Harndrang, also der Dranginkontinenz, entgegen. Vor allem in Kombination mit Beckenbodentraining können bei dieser nicht-operativen Behandlungsform gute Ergebnisse erzielt werden.

Verhaltenstherapie
Diese Therapieform kann vor allem bei Belastungsinkontinenz angewandt werden. Sie umfasst kontrolliertes Trinken, regelmäßige Blasenentleerung, Gewichtsabnahme und Stuhlgangregelung. Bei PatientInnen mit Raucherbronchitis ist das Einstellen des Rauchens ein weiteres Therapieziel.

Operative Eingriffe
...können dann notwendig werden, wenn andere Therapiemaßnahmen nicht ausreichen. Derartige Operationen sind wenig belastend, durch Unterfahren der Harnröhre mit einer Kunststoffschlinge kann bei etwa 80 Prozent der PatientInnen ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Allerdings sind diese meist nicht anhaltend, was wiederholte Behandlungen notwendig macht.

Was kann ich selber tun?
Die besten Voraussetzungen gegen unfreiwilligen Harndrang sind körperliche und geistige Fitness. Dazu zählen ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung, der Verzicht aufs Rauchen. Das Beckenbodentraining kann sowohl bei Mann als auch Frau als Vorbeugung angewandt werden!