Wer körperlich beeinträchtigt ist, sollte sich nicht auch noch Sorgen um seine persönliche Mobilität machen müssen. Denn Mobilität, im Idealfall ohne auf andere Menschen angewiesen zu sein, ist eine wichtige Grundvoraussetzung für die Bewältigung des Alltags.

Und doch liegen auf dem Weg dorthin zahlreiche Stolpersteine im Weg, die den Zugang zu Parkausweis, Führerschein und Co. erschweren oder in manchen Fällen ohne professionelle Hilfe fast unmöglich machen. Gut, dass es bei heimischen Autofahrerclubs gut geschulte „Insider“ gibt, die eine fachlich kompetente Beratung anbieten und den Weg zur persönlichen Mobilität ebnen helfen.

Der Weg zum Führerschein

Zur mobilen Unabhängigkeit führt in erster Linie der eigene Führerschein, der auch mit deutlich stärkerer körperlicher Beeinträchtigung möglich ist, als man glauben mag. Hat der Amtsarzt festgestellt, dass eine grundsätzliche Eignung zum Lenken eines KFZs besteht, beginnt die Auswahl der richtigen Fahrschule.

Einige Fahrschulen bieten spezielle und teils auch maßgeschneiderte Angebote für Menschen mit Behinderungen an. Wenn dann auch noch entsprechende Fahrzeuge im Fuhrpark vorhanden sind, die auf verschiedenste Bedürfnisse angepasst werden können, steht dem Projekt Führerschein nichts mehr im Wege.

Ein passendes Fahrzeug

Die Vielfalt an Anpassungs- und Adaptierungsmöglichkeiten eines Fahrzeugs auf körperliche Behinderungen des Lenkers ist in der heutigen Zeit riesengroß. Selbst bei massiven körperlichen Beeinträchtigungen ist das Lenken eines KFZs mit entsprechenden Umbauten möglich. Als bestes Beispiel gilt der prominente Psychologe und Buchautor Dr. Georg Fraberger, der ohne Arme und Beine geboren wurde und mit Hilfe einer Armprothese trotzdem Auto fährt.

Doch beim Umbau bleibt es nicht. In vielen Fällen drehen sich die Fragen Betroffener um eine Typisierung und die Nutzbarkeit des adaptierten Fahrzeugs für andere Familienmitglieder. Da diese Umbauten natürlich recht kostspielig sind, besteht auch die Möglichkeit, Förderungen zu lukrieren. Besonders dann, wenn durch ein solches Fahrzeug die wirtschaftliche Selbsterhaltungsfähigkeit ermöglicht wird. 

Parkausweis & Vergünstigungen

Ist der Führerschein geschafft und ein entsprechend adaptiertes Fahrzeug organisiert, stellt sich die Frage nach der Parkerlaubnis auf Behindertenparkplätzen. Auch dabei helfen die geschulten Berater der Autofahrerclubs. Etwa, wenn es darum geht, eine Bewilligung für einen Behindertenausweis zu erhalten.

Denn all jenen Personen, die eine Zusatzeintragung über die Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel im Behindertenpass haben, ist grundsätzlich ein Ausweis auszustellen. Auch besteht mit einem solchen Ausweis die Möglichkeit einer Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer und der Erhalt einer Gratis-Autobahnvignette.

Stolpersteine

Doch selbst wenn alle diese Punkte erfolgreich erledigt wurden, stellen sich für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen noch andere Fragen, die es zu beantworten gilt. Etwa, ob der Parkausweis für Behinderte auch im Ausland gilt. Und wenn ja, wo? Auch wenn es um barrierefreies Reisen geht, ist noch lange nicht alles so selbstverständlich, wie man glauben könnte.

Daher ist es wichtig und gut, einen geschulten Ansprechpartner zu haben, der einem bei allen Anliegen rund um die eigene Mobilität mit Beeinträchtigung weiter hilft.