Was bedeutet die Diagnose Prostatakrebs?

Prostatakrebs entsteht dann, wenn eine Zelle aus der Prostata eine falsche DNA-Programmierung bekommt und dadurch ungehemmt wächst.

Diese Zellen vermehren sich dann verstärkt und ohne Grenzen über die Prostata hinaus, was auch zu einer Metastasierung führen kann. Da gilt es, mit der Erkennung früher dran zu sein, etwa mittels PSA-Wert-Bestimmung. 

 

Was versteht man unter dem PSA-Wert und wie wirkt sich der auf den Körper aus?

PSA, das „ProstataSpezifische Antigen“, wird in der Prostata gebildet und ist Bestandteil der Samenflüssigkeit. Im Falle eines Prostatakarzinoms gelangt mehr von diesem Molekül in den Blutkreislauf.

Erkennt man einen ungewöhnlich hohen Wert des PSA im Blut, könnte ein Karzinom vorliegen. Die Bestimmung des PSA-Werts eignet sich daher zur Früherkennung. 

 

Welche Optionen der Therapie stehen Betroffenen im Fall der Fälle offen?

Bei einer Früherkennung besteht heute sogar die Möglichkeit, den Tumor zu überwachen, engmaschige Kontrollen reichen bei einem Teil der Männer aus. Bei lokalisierten Tumoren besteht die Möglichkeit, die Prostata zu operieren, was in den meisten Fällen zu einer Heilung führt.  Auch eine Bestrahlung des Prostatakarzinoms ist möglich. In stärker fortgeschrittenen Fällen besteht die Möglichkeit einer Hormontherapie und einer Chemotherapie.

 

Also ist ein Prostatakarzinom gut behandelbar?

Ja, definitiv. Auch in weiter fortgeschrittenen Fällen der Erkrankung lässt es sich noch sehr gut behandeln, sodass dem Patienten noch viele Jahre mit hoher Lebensqualität offen stehen.

 

Gibt es bestimmte Risikogruppen für Prostatakrebs?

Der größte Risikofaktor ist eine erbliche Vorbelastung. Aber auch die Ethnie kann sich auswirken. So haben etwa Afroamerikaner ein höheres Erkrankungsrisiko als Weiße. Und natürlich spielt auch der Lebensstil eine Rolle. Europäer erkranken etwa 10-mal so häufig an Prostatakrebs wie Asiaten. Wenn Asiaten aber in Europa leben, gleicht sich das Risiko an. Der hohe Konsum von Fleisch und tierischen Fetten dürfte da ausschlaggebend sein.