Studien zur Männergesundheit zeigen, dass sich Männer vielfach nicht ausreichend um sich selbst und ihre Gesundheit kümmern. Sie gehen seltener zum Arzt als Frauen. Auch führen sie ein teilweise risiko­reicheres Leben, trinken mehr Alkohol, ernähren sich ungesünder und nehmen seltener an gesundheits­fördernden Angeboten teil. Zudem haben Männer im Schnitt eine bis zu sieben Jahre kürzere Lebenserwartung als Frauen.

Sieben maskuline Imperative

Der amerikanische Psychologe Herb Goldberg hat das Selbstverständnis der Männer wie folgt beschrieben:

je weniger Schlaf ich benötige,
je mehr Schmerzen ich ertragen kann,
je mehr Alkohol ich vertrage,
je weniger ich mich darum kümmere, was ich esse,
je weniger ich jemanden um Hilfe bitte und von jemandem abhängig bin,
je mehr ich meine Gefühle kontrolliere und unterdrücke und
je weniger ich auf meinen Körper achte,
desto männlicher bin ich.
Wer sich mit einem oder mehreren dieser Punkte identifizieren kann, ist gefährdet, sich schleichend zu zerstören.

Mann ist, was er isst

Power, Fitness und Vitalität bis ins hohe Alter lassen sich durchaus erreichen, wenn man(n) ein wenig dafür tut. Schweißtreibende körperliche Aktivitäten bringen es dabei nicht allein, gesunde Ernährung ist mindestens genau so wichtig. Nutzen Sie die Vielfalt des Lebensmittelangebotes und gestalten Sie Ihren Speiseplan vielseitig! Es gibt keine gesunden oder ungesunden Lebensmittel – auf die Menge, Auswahl und Kombination kommt es an. Milch- und Vollkornprodukte sollten täglich, Obst und Gemüse zu jeder Mahlzeit genossen werden. Frisch, kurz gegart oder auch als Saft ist es ein Leichtes, sie in die Mahlzeiten zu integrieren. Fisch, Fleisch, Wurstwaren genügen einmal pro Woche, der Fetthaushalt kann kinderleicht auf hochwertige Pflanzenöle von Distel, Olive oder Raps mit einem hohen Maß an ungesättigten Fettsäuren umgestellt werden. Schmackhaft wird es dann durch die Verwendung von Kräutern und Gewürzen, nicht die übermäßige Verwendung von Zucker, Salz und Geschmacksverstärkern. Mindestens zwei Liter Wasser und höchstens ein Häferl Bier oder ein Achtel Wein am Tag vervollständigen diesen Ernährungsplan. Hautbild, Vitalität und Leistungsfähigkeit werden es Mann danken, wenn er seinen Organismus ausreichend mit Flüssigkeit und vielfältig mit Nährstoffen versorgt.

Verbesserte Potenz

Des Mannes Lebensweise beeinflusst auch die Qualität seiner Spermien. Über- oder Untergewicht verringern die Zahl der funktionsfähigen Samenzellen im Samenerguss und beeinflusst damit dessen Fruchtbarkeit. Neben Erbfaktoren vermindern freie Radikale aus Nahrung, Alkohol, Nikotin, Drogen und bestimmten Medikamenten im Organismus die Spermiengüte. Gerade am Ende ihrer Entwicklung können Spermien von freien Radikalen angegriffen und in ihrem zu transportierendem Erbgut verändert werden. Außerdem attackieren freie Radikale die ungesättigten Fettsäuren in der Plasmamembran und beeinträchtigen die Beweglichkeit der Spermien, sie werden kraftlos und träge. Selbst die Beweglichkeit und Vitalität des Mannes überträgt sich auf seine Samenzellen, ein aktiver Mann produziert auch aktive Samenzellen.