Unser Auge ist unser Fenster zur Welt. Auch diesen Spruch haben wir sicherlich alle schon oft gehört und er ist wahr. Wer wenig, schlecht oder gar nichts sieht, der hat es nicht leicht und ihm entgehen viele schöne Dinge des Lebens. Ein schöner Bergsee, ein guter Film oder das Heranwachsen der eigenen Kinder – es gibt wirklich vieles, was wir gerne sehen wollen.

Und es gibt Dinge, die wir sehen müssen, weil sie wichtig sind. Dazu zählen etwa herannahende Autos, Steuerbescheide oder Zugfahrpläne. Gründe, mit unseren Augen umsichtig umzugehen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, gibt es also ausreichend.

Trockene Augen – unangenehm und problematisch

So wichtig das Auge ist, so empfindlich ist es auch. Leider gibt es eine ganze Menge Dinge, die mit diesem „Fenster zur Welt“ nicht in Ordnung sein können. So ist es etwa wichtig, dass das Auge entsprechend gut befeuchtet wird. Dafür ist das Augenlid zuständig, das bei jedem Lidschlag Tränenflüssigkeit verteilt, die die empfindliche Hornhaut sauber und feucht hält.

Bei trockener Augenoberfläche ist die Konsultation eines Augenarztes Pflicht. Schätzungen zufolge dürfte jeder fünfte Augenarztbesucher unter diesem Symptom leiden. Egal, woran es liegt: Der Augenarzt wird es untersuchen und wenn möglich die Ursache behandeln. Das Brennen und Jucken kann danach relativ problemlos mit einer Tropfenlösung gelindert werden, die einen Tränenersatz liefert.

Entzündungen und Abszesse – unangenehm und schmerzhaft

Zu den häufig auftretenden Augenerkrankungen zählt auch die Bindehautentzündung. Dabei entzündet sich das Gewebe, das die Bindehaut bedeckt. Die Folge sind Jucken und ein rotes Auge. Mit antibiotischen Tropfen und Antiallergika ist sie zumeist nach wenigen Wochen wieder vorbei.

Ebenfalls relativ bekannt ist das Gerstenkorn, ein infizierter Abszess, der schmerzhaft sein kann. Keinesfalls sollte man es ausdrücken, stattdessen mit einem warmen Tuch bedecken. In der Regel zerplatzt es früher oder später von selbst, andernfalls ist wiederum der Arzt aufzusuchen.

Leider gibt es auch Probleme und Erkrankungen, die längerfristig ausfallen. Dazu zählen Kurz- oder Weitsichtigkeit, Allergien oder eine Lidrandentzündung. In all diesen Fällen kommt man um den Arzt nicht herum, der Hilfsmittel und Therapien vorschlagen und koordinieren kann.

Das gilt auch beim Grauen Star, einer Trübung der Augenlinse, in deren Folge man die Umgebung verschwommen wahrnimmt und von Licht stärker geblendet wird. Ein chirurgischer Eingriff kann hier notwendig sein, wenn die Erkrankung tägliche Aktivitäten wie die Fähigkeit, Personen zu erkennen, Auto zu fahren oder zu lesen beeinträchtigt.

Brille, Linse oder Laser?

Bei Kurz- und Weitsichtigkeit sind die Hilfsmittel ohnehin allbekannt: Sie heißen Brille und Kontaktlinse. Beide sind weitverbreitet und gut akzeptiert.

Bei vielen Menschen ist die Brille sogar ein Stilmittel, um sich selbst ein gewisses Outfit, einen bestimmten „Look“ zu geben.

Sie ist zudem praktisch und flexibel und belastet die Augen nicht, wenn sie korrekt auf die jeweilige Sehstärke abgestimmt ist. Das Auge wird nicht berührt, die Brille übernimmt die Funktion der Linse.

Sie kann auch während Erkältungen, Infektionen des Auges oder Heuschnupfen problemlos getragen werden, schützt das Auge vor äußeren Einflüssen wie Zugluft, Staub, Insekten oder Sand. Allerdings ist nicht jedem Menschen der Gedanke angenehm, eine Brille tragen zu müssen. Das betrifft oft Kinder, aber auch Jugendliche und Erwachsene. Außerdem kann sie beschlagen, kann drücken oder muss beim Sport abgenommen werden.

Keiner soll es sehen?

Kontaktlinsen können hier Abhilfe schaffen. Sie verrutschen und beschlagen nicht, können auch in der Sauna und beim Sport getragen werden und beeinträchtigen die äußere Erscheinung nicht. Allerdings ist ihre Handhabung im Vergleich zu Brillen relativ aufwändig. Manche Menschen haben Mühe, sie einzusetzen. Zudem sind Hygiene und die richtige Handhabung besonders wichtig, damit das Auge nicht verletzt wird.

Eine Möglichkeit, all diesen Schwierigkeiten zu entgehen, ist die heute sehr gut erprobte Technologie der Laserbehandlung. Hier wird durch einen ambulanten, kurzen und schmerzlosen Eingriff Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmung korrigiert. Sie sind praktisch ungefährlich – Spätfolgen nach einer Operation können nahezu ausgeschlossen werden.

In vielen Fällen werden die Kosten sogar von der Krankenkassa übernommen. Viele Spitäler bieten Laseroperationen mit unterschiedlichen Methoden an. Für welche man sich auch entscheidet – die Lebensqualität dank des wieder voll funktionstüchtigen „Fensters zur Welt“ ist nachher höher als zuvor.