Statistisch gesehen überleben in Österreich ungefähr 80 Prozent einen ersten Schlaganfall. Allerdings hängt dies davon ab, welche Bereiche des Gehirns wie stark geschädigt wurden. Neben den Herz-Kreislauf- und den Krebserkrankungen ist der Schlaganfall eine der häufigsten Todesursachen hierzulande.

Die ersten Stunden sind entscheidend!

Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall, der sofortige medizinische Betreuung nötig macht. Es muss sichergestellt werden, dass das Gehirn schnellstmöglich wieder mit Sauerstoff versorgt wird.

Wie geht es nun weiter?

Nach der Erstversorgung ist das schnelle Einsetzen der Rehabilitationsmaßnahmen für einen Patienten wichtig. Je früher das Sprachzentrum und der Bewegungsapparat wieder trainiert werden, desto besser. Das ist gerade bei jüngeren Menschen wichtig. PatientInnen, die starke körperliche Beeinträchtigungen haben, könnten durch die Rehabilitation viele Fähigkeiten, die ihnen durch den Schlaganfall genommen zu sein scheinen, wiedererlangen.

Zudem dienen Reha und individuelle Therapiemaßnahmen dazu, mögliche Komplikationen und Folgeschäden für PatientInnen so gering wie möglich zu halten.

Besondere Stimulation

Neurologen arbeiten stetig an Therapien, welche PatientInnen eine Rückkehr in ihr altes Leben ermöglichen. Im Fokus stehen Verfahren, bei denen das Gehirn durch Stromstöße stimuliert wird. Neue Techniken erzeugen mit gezielten Stimulationsfrequenzen plastische Veränderungen im Gehirn und bewirken somit nachhaltige Lernvorgänge.