Czech gehört zu einer „klassischen Zielgruppe“ von etwa 100.000 Menschen, die von der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) betroffen sind. Und es wird prognostiziert, das der Anteil der Gruppe wächst. Die AMD ist eine Sehstörung, bei der zunehmend das zentrale, also scharfe Sehen, beeinträchtig ist. Sie führt im Endstadium zwar nicht zur Erblindung und auch die Raumorientierung bleibt erhalten, doch so wichtige Tätigkeiten wie Lesen oder Autofahren sind nicht mehr möglich. 

Die Makuladegeneration gehört zu einer Gruppe von Erkrankungen, die den Punkt des schärfsten Sehens der Netzhaut betreffen – auch „Gelber Fleck“ oder lateinisch Makula lutea genannt. Die Störung geht mit einem Funktionsverlust des dort befindlichen Gewebes einher. Ist die Funktion der Makula gestört, so fällt damit der leistungsfähigste Bereich der Netzhaut aus. Dem Sehzentrum im Gehirn fehlen die „scharfen Informationen“. Beim Fortschreiten der Erkrankung bleibt am Ende ein mehr oder weniger großer Sehrest am Rande der Netzhaut erhalten, mit dem man sich nur in bekannter und gewohnter Umgebung, wie zuhause oder im engeren Umfeld, einigermaßen zurecht finden kann.

Dr. Czech hilft sich zu Hause mit einem Lesegerät, das hilft den Alltag besser zu bewerkstelligen. Mit dieser Hilfe, so der ehemalige Mediziner und Jurist, werde er dann auch diesen Artikel lesen. Damit ist Czech nicht allein: Mehr als Dreiviertel der PatientInnen ist mit einer vergrößernden Sehhilfen geholfen. Je nach Bedarf helfen, Lupenbrillen, Fernrohr- und Prismenlupenbrillen sowie elektronische Sehhilfen, wie Bildschirmlesegeräte, bei der Wiederherstellung der Lesefähigkeit.