Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die in so gut wie jeder Zellwand unseres Körpers vorkommen. Aus Omega-3 werden hauptsächlich Stoffe gewonnen, die regenerative Prozesse im Körper unterstützen, Omega-6 wandelt sich in Moleküle, die die Blutgerinnung und diverse Entzündungsprozesse, die der Körper braucht, unterstützen.

Unfruchtbarkeit hat oft mit Entzündungsprozessen zu tun, beziehungsweise kann es passieren, dass ein Embryo nicht erfolgreich implantiert wird, weil die Gebärmutter ihn wieder abstößt, da sie den Embryo für körperfremdes Material hält. Um die Fruchtbarkeit zu steigern sowie die eigenen Empfängnischancen zu maximieren, ist ein ausreichender Vorrat an Omega-3 und Omega-6 äußerst wichtig.

DHA fördert Fruchtbarkeit

Docosahexaensäure, kurz DHA, ist eine Omega-3-Fettsäure und hat als Fettsäurekomponente wichtige Stoffwechselfunktionen inne. Zudem ist sie integraler Bestandteil von Membranen, vor allem Nervenzellen. DHA wird von photosynthetischen und heterotrophischen Mikroalgen produziert. Sie kommt in sämtlichen Lebewesen vor, die sich von diesen Algen ernähren.

Am häufigsten dienen Menschen Seefische wie Lachs oder der Atlantische Hering als Nahrungsquelle für DHA, genauso wie die ebenfalls wichtige Eicosapentaensäure (EPA). Zudem gibt es die Möglichkeit, DHA zu synthetisieren und etwa in Form von Nahrungsergänzungsmitteln aufzunehmen.

Es gibt seit kurzer Zeit äußerst innovative Produkte, die DHA enthalten und die speziell auf die Bedürfnisse von Paaren mit Kinderwunsch abgestimmt sind. Außerdem ist Docosahexaensäure, anders als bei Tiermilch, in der menschlichen Muttermilch enthalten. Dadurch erhält der Säugling zusätzlich DHA zum Aufbau des relativ großen menschlichen Gehirns.

Auf die Ernährung achten

Um ihre Fruchtbarkeit zu steigern, greifen viele Frauen auf Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform zurück. Diese werden entweder durch die Aufarbeitung von Fischölen oder durch Züchtung Docosahexaensäure-bildender mikroskopischer Algen gewonnen.

Doch zusätzlich zu Nahrungsergänzungsmitteln sollte auch auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung geachtet werden. Da Menschen in Industrieländern bei ihrer Ernährung eher dazu neigen, zu viel Omega-6 zu sich zu nehmen, sollte man darauf achten, auf pflanzliche Öle zu verzichten.

Zudem sollte die Aufnahme von Mineralstoffen wie Zink, Mangan, Kupfer oder Selen und Vitaminen wie B1, B2, B6, B9 und B12 forciert werden.

DHA und EPA – generell wichtig für den Körper

Omega-3-Fettsäuren wie DHA und EPA sind, abgesehen von der Steigerung der Fruchtbarkeit, wichtig für den menschlichen Körper. Sie regeln Stoffwechselvorgänge, die nicht nur für Herz und Kreislauf von Bedeutung sind.

Speziell Embryos und Neugeborene brauchen DHA und EPA für die Entwicklung des Gehirns. Schwangere und Stillende sollten deshalb diese Fettsäuren ausreichend aufnehmen. Zusätzlich dazu senken DHA und EPA den Triglyzeridspiegel und verbessern die Fließfähigkeit des Blutes, was die Gerinnungsgefahr verringert.

Auch die Ablagerungen an den Arterien werden durch DHA und EPA stabilisiert und Blutgefäße werden erweitert und elastischer. Dadurch werden das Herzinfarktrisiko verringert und der Blutdruck gesenkt. DHA ist auch für Spermazellen essenziell und kann bei männlicher Unfruchtbarkeit wirksam sein.

Docosahexaensäure ist nämlich für die bogenartige Form der Spermienzellen verantwortlich, die für die Fortbewegung des Spermiums notwendig ist. Fehlt DHA, so kann diese lebenswichtige bogenförmige Struktur namens Akrosom nicht gebildet werden und die Samenzellen sind nicht funktionsfähig.