Die treibenden Kräfte hinter Wings for Life sind der zweifache Motocross-Weltmeister Heinz Kinigadner und Red Bull-Gründer Dietrich Mateschitz. Ein tragischer Unfall von Kinigadners Sohn Hannes, der eine hohe Querschnittslähmung zur Folge hatte, war der entscheidende Anstoß, die Stiftung zu gründen. „Gerade, wenn es um das eigene Kind geht, willst du nie und nimmer akzeptieren, dass die Medizin schwere Rückenmarksverletzungen noch nicht heilen kann“, sagt Heinz Kinigadner. 

Das Schicksal von Hannes Kinigadner steht für Millionen Menschen, die nach einer Verletzung des Rückenmarks auf den Rollstuhl angewiesen sind. Hauptursache sind Unfälle im allgemeinen Straßenverkehr. Ein Viertel aller weltweiten Rückenmarksverletzungen sind das Resultat von banalen Stürzen. „Die meisten Betroffenen haben kein extra Risiko auf sich genommen, sondern waren einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort“, erklärt Anita Gerhardter, Geschäftsführerin von Wings for Life, und betont: „Die Folgen sind verheerend.“

Eine Rückenmarksläsion führt in der Regel nicht nur zu einer Muskellähmung. Durch die Zerstörung sensorischer Nervenfasern verlieren QuerschnittspatientInnen Empfindungen wie Berührungen, Druck, Schmerz und Temperatur. Darüber hinaus beeinträchtigt eine Rückenmarksverletzung unter anderem Körperfunktionen wie die von Blase und Darm, die Sexualfunktion oder den Blutdruck.

Bereits 170 geförderte Projekte

Um wirksame Therapien und Medikamente zu finden, fördert Wings for Life hochkarätige Forschungsprojekte an Universitäten und Kliniken wie beispielsweise Harvard, Yale oder der Charité Berlin. Der Schwerpunkt liegt auf der Wiederherstellung von Nervenverbindungen; zusätzlich werden herausragende Rehabilitationsprojekte finanziert. Die Vergabe der Fördergelder erfolgt dabei nach strengen Auswahlkriterien.

Seit der Gründung hat Wings for Life 170 Forschungsprojekte finanziert und auch wenn noch keine Heilung möglich ist, werden stetig Erfolge erzielt.

Ein Paradebeispiel für den wissenschaftlichen Fortschritt findet sich derzeit in der Schweiz. Dort läuft eine klinische Studie zur epiduralen Stimulation. Diese prüft, inwieweit inkomplett gelähmte PatientInnen mittels Elektrostimulation und Rehabilitation die Kontrolle über ihre Beine zurückerlangen können.

Diese und weitere angestoßene Entwicklungen geben berechtige Hoffnung. „Wir sind auf einem guten Weg“, so Anita Gerhardter. „Je mehr Menschen uns unterstützen, desto mehr Forschungsprojekte können wir vorantreiben und desto eher werden wir unser Ziel,  Querschnittslähmung zu heilen, erreichen.“

Ihre Unterstützung zählt!

Wings for Life ist als gemeinnützige, staatlich anerkannte Forschungsstiftung auf Spenden angewiesen. 100 Prozent der Spendengelder kommen der Forschung zugute, sämtliche administrativen Kosten werden von der Firma Red Bull getragen. Spenden an Wings for Life sind steuerlich absetzbar. Mehr Informationen zum Thema Querschnittslähmung und zu den aktuellen Forschungsprojekten finden Sie unter www.wingsforlife.com