Patientinnenzufriedenheit

Eingriffe am weiblichen Genital entsprechen, wenn von qualifizierten Ärzten durchgeführt, in der Regel den Erwartungen der Patientinnen. In einer amerikanischen Studie wurden von 2005 bis 2008 insgesamt 341 Eingriffe an 258 Frauen in acht Female Genital Plastic Surgery Zentren untersucht. 91,5% der Frauen erlebten den jeweiligen Eingriff als komplikationsfrei. Mit dem Ergebnis ihrer Schamlippenverkleinerung oder Reduktion der Klitorisvorhaut waren 97,2% der Frauen zufrieden.

Dr. med. Jozefina Skulavik
Fachärztin für Plastische Chirurgie, gründete 2010 das sozialmedizinische Programm „Pro Bono“

Von einer Verbesserung ihres Sexuallebens berichteten 86,6% der Patientinnen mit einer Vaginalverengung oder Dammplastik und 92,8% der Patientinnen aus der kombinierten Gruppe (Schamlippenverkleinerungen und/oder Reduktionen der Klitorisvorhaut mit gleichzeitiger Vaginalverengung oder Dammplastik). Bei ausschließlicher Schamlippenverkleinerung oder Reduktion der Klitorisvorhaut waren die positiven sexuellen Effekte deutlich seltener (64,7%).

Erfahrung aus der Praxis

Überwiegend sind es also ästhetische, psychologische und funktionelle Gründe, die den Wunsch nach einem Eingriff erklären. Auffallend neben der generell hohen Zufriedenheitsrate sind die positiven sexuellen Effekte, sowohl bei den Patientinnen wie auch bei ihren Partnern. FGPS kann tatsächlich das gemeinsame Sexualleben verbessern!

Chirurgische Korrekturen der Klitorisvorhaut werden dann von den Patientinnen verlangt, wenn die direkte Stimulation der Klitoris erheblich eingeschränkt ist. Zusätzlich empfinden viele Frauen ihre Vorhautfalten, ähnlich wie übergroße Schamlippen, als unansehnlich, peinlich und beschämend. Meine Erfahrung nach zahlreichen Eingriffen bestätigt, dass diese Patientinnen vor dem Eingriff unter ihre Selbstwahrnehmung von Unattraktivität und der anatomischen Einschränkung oft über viele Jahre gelitten hatten. Die Entscheidung für eine OP ist daher sicher nicht übereilt getroffen haben.

Geschäft mit dem Genital

Gerade die Intimchirurgie ist ein boomender Markt und jeder möchte davon profitieren. Durch die „Pornografisierung“ der Gesellschaft und der Medien entwickelte sich ein Schönheitsideal für den Intimbereich. Diese Entwicklung erweckt Begehrlichkeiten, bei Frauen, aber auch auf Seiten der (oftmals fachfremden) Ärzteschaft. Viele selbsternannte „Beauty-Docs“ führen am weiblichen Genital Eingriffe durch. Daraus resultieren nicht selten Komplikationen und Kunstfehler, beispielsweise durch die Anwendung ungeeigneter Operationstechniken.

Der häufigste Fehler ist die übermäßige Entfernung von Gewebe an den kleinen Schamlippen. Die ästhetisch wie funktionell zufriedenstellende Wiederherstellung ist überaus schwierig und technisch höchst anspruchsvoll.

Ein weiterer Fehler ist, die Klitorisvorhaut ausschließlich horizontal zu reduzieren. In der von mir entwickelten Technik, der „Intimstraffung“, wird die Klitorisvorhaut auch in vertikaler Richtung gestrafft, wodurch diese ästhetisch passend verkürzt und das Erscheinungsbild des gesamten äußeren Genitals zu einer ästhetischfunktionellen Einheit harmonisiert wird.

Mein Rat an die Patientinnen lautet, sich ausschließlich von erfahrenen Fachärzten für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie beraten und behandeln zu lassen.