Welches Spektrum an Behandlungen umfasst die ästhetische Dermatologie?

Das geht von oberflächlichen chemischen Peelings über Behandlungen mit Hyaluronsäurefillern oder Botulinumtoxin gegen Falten. Ästhetische Dermatologie beinhaltet aber auch Laserbehandlungen von verschiedensten Hautproblemen, wie etwa Couperose, das sind die feinen Äderchen im Gesicht, kleinen Blutschwämmchen oder Altersflecken und -warzen. Die Entfernung von Permanent-Make-Up oder Tattoos fällt ebenso in diesen Bereich wie die Laser-Behandlung von Besenreisern oder Haarentfernung.

Wie gut lassen sich solche Eingriffe in den Alltag einbauen, wie lange ist man danach beeinträchtigt?
Das ist von Behandlung zu Behandlung sehr verschieden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen alltagskompatiblen Methoden, wo wenige Nebenwirkungen zu sehen sind und Eingriffen, die mehr beeinträchtigen. Während oberflächliche chemische Peelings kaum Nebenwirkungen haben, bedingt ein mitteltiefes chemisches Peeling gegen Falten, für vier bis fünf Tage vorübergehenden Schorf an den behandelten Stellen.

Zu den häufigsten Eingriffen zählen Injektionen zur Aufpolsterung oder Faltenbekämpfung – wie läuft eine derartige Behandlung ab?

Die Hyaluronsäure-Augmentation wird ambulant durchgeführt. Je nachdem wie viel Volumen wo gewünscht ist, wird der Filler in die Haut hineingespritzt. Die Wirkung tritt praktisch sofort ein, geringe Nebenwirkungen können Rötungen im Behandlungsbereich sein. Auch Botulinumtoxin – umgangssprachlich auch als Botox bekannt, was dem Handelsnamen eines der ersten dafür im Handel erhältlichen Präparaten entspricht – wird ambulant verabreicht. In diesem Verfahren wird in die entsprechende Muskelpartie, die im Gesicht eine Falte verursacht, Botulinumtoxin injiziert. Innerhalb von einigen Tagen ist dann die Übertragung des Nervenreizes auf den Muskel nicht mehr möglich und der Muskel kann für einige Monate nicht mehr angespannt werden.

Beliebt sind auch Laserbehandlungen – wie kann man sich diesen Eingriff vorstellen?

Meist ist eine Laserbehandlung eine unblutige Sache. Für die Wirkung im Gewebe bedarf es nämlich keiner invasiven Methode wie einem Schnitt oder einem Stich, sondern nur der Hitzeentwicklung des Lichtstrahls. Es ist eine sehr schonende, sehr rasche und effektive Art, störende Hautveränderungen wie zum Beispiel Altersflecken zu entfernen. Dabei wird selektiv Hautpigment aus der Haut entfernt. Im behandelten Areal entwickelt sich innerhalb von etwa zwei Tagen eine hauchdünne Kruste, die dann nach sieben bis zehn Tagen abfällt. Die unerwünschte Läsion ist verschwunden. Klingt ein bisschen nach Zauberei, funktioniert aber tatsächlich. Meist führt nur eine solche Behandlung zum zufriedenstellenden Ergebnis.

Wohin bewegt sich derzeit der Trend in der ästhetischen Dermatologie?

Wir verzeichnen einen Trend zuweniger invasiven Eingriffen. Durch Behandlungsserien lässt sich bei deutlich weniger Nebenwirkungen oft ein gleich gutes Ergebnis erzielen wie durch einen invasiven Eingriff. Ein Beispiel dafür ist die fraktionierte CO2-Laserbehandlung von feinen Gesichtsfalten bzw. zur Straffung der Gesichtshaut. Im Gegensatz zu früheren aggressiveren Laser-
Behandlungen macht der fraktionierte CO2-Laser nur einzelne feine Löcher in die Haut. Es entsteht keine offene, zusammenhängende Wundfläche, die Heilung ist schonender und schneller. Der Effekt ist trotzdem frappant.