Im Japanischen bedeutet Shiatsu soviel wie „Fingerdruck“, zur Behandlung wird jedoch der gesamte Körper eingesetzt. Was nicht bedeutet, dass der Therapeut mit aller Muskelkraft arbeitet. Vielmehr versucht er mit seinem Körpergewicht während der Behandlung eine energetische Beziehung zum Patienten herzustellen, was eine besondere innere Haltung des Respekts und der Achtsamkeit gegenüber dem zu Behandelndem erfordert.

Im Westen nichts Neues

Während in der fernöstlichen Gesundheitslehre eine Vielzahl von Shiatsu-Formen unterschieden wird, findet in Europa vorwiegend das sogenannte Zen-Shiatsu, das auf dem Meridiansystem basiert, als Entspannungsmethode zur Verbesserung des Wohlbefindens und zur Gesundheitsvorsorge Anwendung. Bereits seit zehn Jahren hat die EU-Kommission Shiatsu als eine von insgesamt acht Methoden der Komplementärmedizin anerkannt.

Zur Anwendung viele Möglichkeiten

Jede Behandlung wird auf die jeweiligen individuellen Bedürfnisse und Befindlichkeiten abgestimmt, um dem Körper die Unterstützung zu geben, die er gerade braucht. So findet Shiatsu unter anderem bei Kopfschmerzen, Verdauungsproblemen und Kreislaufstörungen seinen Einsatz.

Es dient der Entspannung, aber auch der Stärkung des Körpers und bringt Emotionen wieder in Balance, indem es hilft, körperliche Blockaden aufzulösen und sich zu regenerieren. Nicht zuletzt aktiviert Shiatsu die Selbstheilungskräfte, lässt sich gut mit Therapien jeder Art kombinieren und ist ideal zur Begleitung bei Stress- und Belastungssituationen in Beruf und Alltag.