„Grauer Star“ ist der Überbegriff für eine Linsentrübung. Die Ursachen können vielfältig sein, im Großteil der Fälle ist der Graue Star eine Alterserscheinung. Die Symptome sind, dass der Patient ein langsames Abnehmen der Sehkraft feststellt, bis schließlich die Umgebung wie durch ein Milchglas wahrgenommen wird. Oft tritt auch eine Blendungsempfindlichkeit auf.

 

Risiken

Die Katarakt-Operation ist einer der häufigsten Eingriff e in der Augenheilkunde. Die Operation zählt zu den risikoärmsten überhaupt und kann auch ambulant vorgenommen werden. Im Falle einer stationären Operation beträgt der Aufenthalt meist nur zwei bis drei Tage. Postoperative Infektionen sind heute sehr gut beherrschbar, das Risiko eines Verlusts der Sehschärfe oder gar des Auges ist praktisch nicht mehr gegeben. Beim Vorliegen zusätzlicher Augenerkrankungen kann sich der Heilungsverlauf durch Komplikationen verzögern. In diesem Fall ist eine Abklärung mit dem behandelnden Augenarzt vor der Operation empfehlenswert.

 

Die Operation

Bei der Operation wird die getrübte Linse (teilweise) entfernt und durch eine künstliche Linse, die sogenannte Intraokularlinse, ersetzt. Deren Parameter werden vor der Operation vom Augenarzt in Untersuchungen ermittelt. Der verhärtete Kern der Linse wird bei der Operation mittels Ultraschall verflüssigt (Phakoemulsifikation) und durch einen winzigen Schnitt abgesaugt. Die seitlichen und hinteren Teile der Linsenkapsel werden nach Möglichkeit im Auge belassen. Über den Schnitt wird die künstliche Linse eingeschoben, entweder in gefalteter Form (bei einer weichen Linse), oder der Schnitt wird etwas erweitert und ein harte Plexiglaslinse wird eingesetzt.