Wie genau funktioniert Lasik bzw. was macht der Laser mit dem Auge?

Die Lasik wird bereits seit 1990 durchgeführt, die modernste Variante ist die sogenannte Femto-Lasik. Sie gilt mittlerweile als Goldstandard. Der Eingriff wird ohne Narkose vorgenommen, lediglich betäubende Augentropfen und auf Wunsch des Patienten eine Beruhigungstablette sind nötig.

Während der kurzen Behandlung wird das Auge mit einer Feder offengehalten, damit man nicht blinzeln kann. Zunächst erzeugt der sogenannte Femtosekunden-Laser (bei der Femto-Lasik) mit mehr als 200.000 Pulsen pro Sekunde oder ein Mikroskalpell (bei der normalen Lasik) einen rund 0,1 mm dünnen Deckel in der Hornhaut, Flap genannt. Der wird mit einem speziellen Instrument zur Seite geklappt.

Anschließend modelliert ein sogenannter Eximer-Laser (Kaltlichtlaser) dann die Hornhaut nach genauer Vorausberechnung. Danach wird der Flap wieder positioniert. Dieser legt sich wie ein körpereigenes Pflaster selbst wieder fest an. Und schon ist die „Operation“ vorbei! PatientInnen bekommen ein Video von Ihrer Lasik mit nach Hause und können so den Vorgang mal aus der anderen Perspektive anschauen.

Woher weiß ich, ob ich für eine Laserbehandlung geeignet bin?

Grundsätzlich haben wir für jeden Patienten eine Lösung. Da jedes Auge individuell ist, wählen wir nach ausführlichen Untersuchungen und einem persönlichen Beratungsgespräch die optimale Methode aus. Denn entscheidend sind die Augenbeschaffenheit, beispielsweise die Form oder Dicke der Hornhaut, sowie die Fehler, die ein Auge aufweist.

Die individuelle Femto-Lasik eignet sich hervorragend zur Korrektur der Kurzsichtigkeit bis -12 Dioptrien, der Weitsichtigkeit bis +6 Dioptrien und der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bis 6 Dioptrien, häufig auch noch darüber. Da die Femto-Lasik nicht nur die Entstehung des trockenen Auges verhindert, sondern auch das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit stoppt, empfehlen wir die Behandlung so früh wie möglich, also ab 18, durchführen zu lassen.

Auch die Alterssichtigkeit kann mit der Femto-Lasik korrigiert werden. Bei der sogenannten Monovision wird das dominante Auge (meist das rechte) mit dem Laser auf die Ferne optimiert, das nicht-dominante Auge auf die Nähe.

Nicht geeignet ist der Laser, wenn die Hornhaut zu dünn ist. Auch PatientInnen mit beispielsweise -23 Dioptrien können wir nicht lasern, aber wir können ihnen eine künstliche Linse implantieren. Der Eingriff ist etwas aufwendiger, aber auch diese Operationen werden ambulant in Tropfanästhesie durchgeführt und dauern nur sieben bis acht Minuten.

Können Sie die Themen Präzision, Sicherheit und Qualität konkretisieren?

Gern. Die individuelle Femto-Lasik ist das sicherste und präziseste Verfahren in der Medizin. Sie wird seit über 20 Jahren zur Korrektur der Fehlsichtigkeit eingesetzt und ist mit bisher über 85 Millionen Eingriffen die häufigste OP-Methode der westlichen Welt.

Über 1.000 wissenschaftliche Veröffentlichungen (mehr als über irgendein anderes Verfahren in der Medizin) belegen dies in zahlreichen Langzeitstudien. Die Sicherheit ist gegenüber dem Tragen von weichen Kontaktlinsen sieben Mal höher. Die US Navy und die NASA haben nach Windkanalversuchen die Lasik sogar für Jetpiloten und Astronauten der NASA freigegeben.

Qualität:

Absolute Konzentration auf die Qualität, das ist mir besonders wichtig! Gutes Sehen ist unsere wertvollste Empfangsfunktion, das Auge ist unser wichtigstes Sinnesorgan und für 80 Prozent der Wahrnehmung verantwortlich. Mit unserem hochqualifiziertem Team, unserer langjährigen Erfahrung und einer einzigartigen technologischen Ausstattung arbeiten wir auf einem Niveau, mit dem nur ganz wenige Zentren der Welt mithalten können.

Präzision:

Die individuelle Femto-Lasik korrigiert die Fehlsichtigkeit an mehr als 35.000 Punkten auf der Hornhaut. Brille, Kontaktlinsen und die Standard-Lasik dagegen korrigieren nur einen gemittelten Wert. Deshalb sieht der Patient nach der individuellen Femto-Lasik auch besser als vorher mit Brille und Kontaktlinsen und hat eine verbesserte Nacht- und Kontrastsicht.

Gibt es Risiken, die diese Methode mit sich bringt?

Es gibt eine Menge Fehlinformationen am Markt. Man darf nicht vergessen, dass wir den Augenoptikern in Grenzen wehtun, weil wir deren Kunden „weglasern“. Da wird gelegentlich etwas kolportiert, das nicht stimmt. Tatsache ist, dass das Lasern ein lange angewendetes Routineverfahren ist.

Es gibt genügend Langzeitstudien am Markt und Vergleiche von Studien, die zeigen, dass das Lasern sicherer ist, als das Tragen von Kontaktlinsen. Unser Ziel ist immer, den einzelnen Patienten so zu informieren, dass er weder aus Euphorie noch aus Angst heraus entscheidet.

Häufigste Nebenwirkung der Lasik sind vorübergehend trockene Augen, die aber gut mit künstlichen Tränen zu behandeln sind. Es gibt einige Augen, etwa drei bis fünf Prozent, die während der Heilungsphase in geringem Umfang Gewebe nachbilden.

Die dadurch entstehende Restfehlsichtigkeit, die in der Regel im Bereich von einer halben bis maximal einer Dioptrie liegt, korrigieren wir nach einem halben Jahr. Tendenziell kommt das eher bei PatientInnen mit sehr hohen Ausgangswerten vor. Diese nachträglichen Eingriffe sind in den ersten fünf Jahren selbstverständlich im Preis enthalten. Final liegt die Erfolgsquote bei 100 Prozent.

Ein Patient hat Angst vor Komplikationen. Wie wäre Ihre Antwort?

Wenn er sich an ein gutes Zentrum mit langjähriger Erfahrung und exzellenter technologischer Ausstattung wendet, ist diese völlig unbegründet. Er soll mit Menschen sprechen, die das bereits gemacht haben. Fast ausschließlich jeder Patient ärgert sich anschließend darüber, dass er es nicht schon vorher vorher hat operieren lassen.

So auch Luca Dimic, der im vergangenen Jahr zum besten männlichen Nachwuchsschauspieler Österreichs gewählt wurde und bei uns auf Facebook schreibt: "Ich hab letzten Donnerstag ENDLICH den wunderbaren Schritt gewagt und am selben Abend noch eine Vorstellung gespielt. Erst wenn man sich nicht mehr jeden Morgen und Abend ins Auge fassen muss, um die Kontaktlinsen einzusetzen, merkt man, wie befreiend es ist, auf diese lästige Prozedur zu verzichten.

Ich bin extrem happy über das Ergebnis von 120 Prozent Sehkraft. Vielen Dank an das tolle Team in Wien, das mich ängstliches Sensibelchen mit seiner Kompetenz, Freundlichkeit und dem ein oder anderem Raffaelo aufgefangen und behandelt hat. Jederzeit wieder. Zögern ist nur vergeudete Zeit!!! Ich liebe es :)"

Mit welcher Behandlungsdauer ist zu rechnen?

Moderne Hightech-Laser benötigen nur 1,4 Sekunden pro Dioptrie. Das bedeutet, dass das eigentliche Lasern im Durchschnitt nur 7 Sekunden pro Auge dauert. Der gesamte Eingriff dauert nur 12 Minuten für beide Augen.

Wie viel Zeit beansprucht der Heilungsprozess?

Der Patient sieht unmittelbar nach dem Eingriff schon besser als vorher!

In den ersten drei bis vier Stunden sieht er noch leicht verschwommen. Die Augen können tränen und brennen, so als hätte man Kontaktlinsen zu lange getragen. Am angenehmsten ist es, wenn man nach Hause geht und sich etwas hinlegt. Und abends kann der Patient schon wieder ausgehen.

Der nächste Tag ist auch für unser Team besonders schön: dem Patienten geht es richtig gut, er hat bereits dann fast die volle Sehschärfe erreicht, so dass das Autofahren problemlos möglich ist.

Blick in die Zukunft: Gibt es neue Techniken im Bereich der Lasi?

Ein neuer Ansatz der refraktiven Laserchirurgie ist das Smile-Verfahren, mit dem allerdings zur Zeit noch keine individuellen Korrekturen der Kurzsichtigkeit möglich sind. Weitsichtigkeit kann noch überhaut nicht korrigiert werden und Nachkorrekturen müssen mit einem der anderen Verfahren durchgeführt werden. Hier ist also noch einiges an Entwicklungsarbeit zu leisten.