„Die Augen sind das Fenster zur Seele.“ Oder: „Blicke sagen mehr als tausend Worte.“ Und: „Wenn Blicke töten könnten ...“ Es gibt unzählige Sprichwörter, welche die Faszination des menschlichen Auges behandeln. Nicht ohne Grund: Ein großer Teil der nonverbalen Kommunikation läuft über das Auge ab. „In ihm spiegelt sich von außen die Welt, von innen der Mensch“, schrieb schon Goethe in seiner Betrachtung „Über das Auge“.

Augen entscheiden über den ersten Eindruck

Ein Blick in die Augen unseres Gegenübers lässt uns schnell einen ersten Eindruck gewinnen. Umso verständlicher ist es, dass Menschen, die mit dem Erscheinungsbild ihrer Augen und Augenlider nicht zufrieden sind, oft ein starkes Unwohlbefinden haben.

Schlupflider, verstärkte Tränensäcke oder ein schwacher Muskel, der das Augenlid nicht mehr ganz heben kann, sorgen für Schamgefühl und können am Selbstvertrauen nagen. Operative Eingriffe sind möglich, setzen aber eine genaue medizinische Abklärung und professionelle Beratung voraus.

Schlaffe Augenlider – mehr als ein ästhetisches Problem

Gerade schlaffe Augenlider, sogenannte Schlupflider, bedeuten für die Betroffenen häufig mehr als nur ein ästhetisches Problem. Sie leiden unter einem Druck- und Fremdkörpergefühl und das Gesichtsfeld ist nach oben hin eingeschränkt. Außerdem kann das Symptom der trockenen Augen verstärkt werden. Neben dem ästhetischen Ziel hat eine mögliche Operation also auch ein funktionelles Ziel.

Die Entscheidung für einen Eingriff sollte gemeinsam mit einem Lidchirurgen sorgfältig getroffen werden. In der Regel werden dabei zwischen 0,5 und 2 Zentimeter der erschlafften Lidhaut entfernt, die natürliche Form des Oberlids wird wieder modelliert. Für diese Operation, aber vor allem auch für die präoperative Markierung bedarf es eines Chirurgen mit viel Erfahrung und ästhetischem Feingefühl.

Verstärkte Tränensäcke sind altersbedingt

Verstärkte Tränensäcke sind für viele Menschen ein ästhetisches Problem. Sie entstehen häufig altersbedingt – und zwar dann, wenn das Fett unter dem Augapfel nach vorn rutscht. Wer sich für eine operative Korrektur entscheidet, hat mehrere Möglichkeiten.

Ein nachhaltiger Erfolg wird erfahrungsgemäß erzielt, indem der Augenringmuskel „gerafft“, das Fettgewebe umgelagert und die Haut gestrafft wird. Anders gesagt: Überschüssiges Fettgewebe wird dazu verwendet, die Augenringe aufzupolstern. Dadurch wird der unschöne Tränensackwulst geglättet. Die Haut um die Augen wirkt wieder voll und glatt.

Schmerzfreie Operation mit kurzer Nachbehandlung

Beide Operationen führen dazu, dass die Haut um die Augen deutlich straffer und geformter ist, was zu einem jünger und weniger müde wirkendem Aussehen verhilft. Die Eingriffe sind schmerzfrei, da sie unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Ein Verband muss nur bis zur Nachkontrolle am nächsten Tag getragen werden. Nach einer Woche bis zehn Tagen werden die Nähte gezogen und die Behandlung ist damit abgeschlossen. PatientInnen brauchen keine Angst zu haben, nach der Operation auf sich allein gestellt zu sein, und werden bis zur Wundheilung begleitet.

Hängendes Augenlid schränkt das Sichtfeld ein

Ein weiteres häufiges Augenleiden ist die Lidptosis, das Herabhängen des oberen Augenlids. Weil der Muskel, der das Augenlid hebt, zu schwach ist, kann es nicht mehr vollständig geöffnet werden. Das führt zu einem eingeschränkten Sichtfeld, was für viele Betroffene sehr störend ist.

Ob eine Operation empfohlen wird, hängt vor allem von der Ursache der Lidptosis ab. Die Entscheidung darüber kann erst nach einer genauen Voruntersuchung getroffen werden. Bei einer neurologischen Lähmung oder Muskelschwäche sollte vorerst keine Korrektur vorgenommen werden. Ist die Ursache angeboren oder altersbedingt, stehen unterschiedliche Operationstechniken zur Verfügung.