Anfangs rötet sich die Haut im Gesicht. Solange die fleckigen Rötungen – vor allem an Nase, Stirn, Kinn und Wangen – wieder abklingen, spricht die Medizin von Couperose. Bleiben sie dagegen dauerhaft, handelt es sich um eine Rosazea. Die gerötete Haut kann brennen, stechen,  jucken, schuppen und Papeln (Knötchen) und Pusteln (Eiterbläschen) ausbilden. Mitunter schwillt das Gesicht an.

Eine unbehandelte Rosazea führt bei Männern zur sogenannten Knollennase mit roten, narbigen Wucherungen – die Fremde vorschnell als Schnappsnase verurteilen.

Die vermutliche Erbkrankheit Rosazea ändert das Aussehen insbesondere hellhäutiger Erwachsener auffällig. Sie belastet Betroffene psychisch und macht ihnen das alltägliche Miteinander mit Partnern, Kollegen und Fremden schwer. Rosazea-Patienten meiden daher oft zwischenmenschliche Kontakte und Beziehungen. Sie leiden in zunehmender Einsamkeit.

Doch auch wenn Rosazea als unheilbar gilt, gibt es Möglichkeiten, die Symptome der nicht ansteckenden Krankheit zu lindern: 

  • Regelmäßige Besuche beim Hausarzt sind der erste Schritt in eine wirksame Behandlung.
  • Konsequente Anwendung der vom Hautarzt empfohlenen kosmetischen/medikamentösen Therapie.
  • Sorgsame Hautreinigung und -pflege mit speziellen Cremes und Lotionen vom Hautarzt.
  • Bei Schüben mit starker Symptomatik helfen auch Cremes mit oder die direkte Einnahme von Antibiotika.
  • Wichtig: Betroffene sollten ihre individuellen Auslöser für Rosazea-Schübe aufspüren und möglichst meiden. Bekannte Reize sind Alkohol, zu fette/scharfe Lebensmittel und Gewürze, Sonnenlicht, Stress, Hitze und Kälte.