Rötliche, erhabene Flecken mit oft silbrig-schuppiger Oberfläche, die sich scharf abgrenzen zur sie umgebenden Haut. So zeigt sich die Schuppenflechte typischerweise – zumeist an den Außenseiten von Knie und Ellenbogen, am Kreuzbein, auf dem Kopf und hinter/an den Ohren. Die häufig in Schüben auftretenden Entzündungen der Haut rühren von einer Überreaktion des Immunsystems her. Zu viele Hautzellen werden in zu kurzer Zeit nachgebildet, so dass die natürliche Verhornung gestört wird.

Ansteckend? Nein!

Der heutige Stand der Dinge: Die Neigung zur Schuppenflechte kann genetisch ererbt sein und hängt mit Umweltfaktoren eng zusammen. Auch manche Krankheiten, Verletzungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente können sie nach sich ziehen. Stress gilt als weiterer Auslöser. Wichtig: Ansteckend ist die Schuppenflechte nicht!

Behandeln lassen!

Die schuppigen Hautflecken jucken, brennen, schmerzen. Oft so heftig, dass der Alltag der Betroffenen beeinträchtigt wird. Scheuen Sie sich nicht, einen Facharzt aufzusuchen. Denn wie bei so vielen Krankheiten gilt: Je eher Sie sich damit in fachkundige Behandlung begeben, desto besser stehen die Chancen auf Linderung der physischen wie psychischen Symptome.

Es gibt inzwischen gut erforschte und in ihrer Wirkung belegte Therapien für Psiorasis-PatientInnen. An neuen Ansätzen wird kontinuierlich gearbeitet. Bewährt haben sich (auch kombiniert):

  • topische Therapien, bei denen Wirkstoffe in Cremes, Lotionen und Salben auf die kranke Haut aufgetragen werden,
  • Photo- und photochemische Therapien, bei denen die Haut mit UV-Licht bestrahlt wird,
  • und systemische Therapien, bei denen Wirkstoffe oral, per Spritze ins Unterhautfettgewebe oder als Infusion verabreicht werden.

Selbst handeln!

Von Schuppenflechte Betroffene können einiges tun, um den Verlauf ihrer Krankheit zu beeinflussen. Wer seine Auslösefaktoren (Trigger) kennt und diese möglichst meidet, mindert bestenfalls Frequenz und/oder Stärke der Krankheitsschübe.

Als größtes Flächenorgan ist unsere Haut die Visitenkarte unseres Körpers. Nehmen Sie Hautveränderungen ernst und reagieren Sie zeitnah darauf:

  • Mit gesunder Ernährung und dem Verzicht auf Suchtmittel wie Nikotin und Alkohol halten Sie die Haut fit.
  • Sport trägt sein Übriges zu Optimalgewicht, Gesundheit und Wohlbefinden bei.
  • Ein möglichst ausgewogener Lebensstil mit Zeit für Regeneration von Körper und Geist stärkt die natürlichen Abwehrkräfte.
  • Wer die Chance hat, seine von Schuppenflechte geplagte Haut ins Tote Meer zu tauchen (Wasser oder Schlamm) und die spezifische Sonneneinstrahlung an seinen Ufern zu genießen, sollte nicht zögern und dort fachärztlich betreut kuren.
  • Achten Sie bei Heimanwendungen mit Produkten vom Toten Meer darauf, dass diese nachweislich dessen Wirkstoffe enthalten.
  • Ein Austausch mit anderen Betroffenen bringt Ihnen online oder offline Kontakt zu Leidensgenossen und praktische Erfahrungen zu Krankheit und Behandlung. Informationsportale versorgen Sie mit gutem Rat und neuen Erkenntnissen aus der Forschung.