Es geht um Schuppenflechte (Psoriasis). Über 200.000 Menschen leiden in Österreich an Schuppenflechte.

Die Diagnose sollte immer durch einen Facharzt (Dermatologen oder Hautambulanz) bestätigt werden. Diese Plaque, an deren Oberfläche silbrige Hautschuppen sind, beeinflussen den Alltag in jeder Lebenssituation! Sie gehört zu den chronisch, entzündlichen Hauterkrankungen. Es können auch andere Organe wie Gelenke, Verdauungstrakt oder die Augen betroffen sein. Psoriasis tritt in Schüben auf, Dauer und Stärke varrieren oft. Oftmals sind Juckreiz, Spannungsgefühl oder Schmerzen (auch Gelenksschmerzen - Arthritis) damit verbunden. Grundsätzlich ist Schuppenflechte jedoch nicht ansteckend, das ist vielen nicht bewusst.

Wichtig ist, dass Sie sich mit der Erkrankung auseinandersetzen, denn Sie wird Sie ein Leben lang begleiten.

Familie und der engere Freundeskreis sollten Bescheid wissen. Sehr oft isolieren sich Menschen mit Psoriasis. Vielleicht wundert sich jemand in Ihrer Umgebung, warum man bei hochsommerlichen Temperaturen mit langer Hose und langen Ärmeln geht? Es ist oft und gerade im Sommer nicht leicht, die erkrankte Haut offen zu zeigen und Sommersportfreuden beispielsweise geraten so zu Beschwerlichkeiten.

Zur Pflege: Am Körper und im Gesicht (Stirn und Haaransatz) nach Möglichkeit milde Lotions ohne Parfümstoffe verwenden. Sollte das Gesicht betroffen sein, ist es möglich, sich mit Abdeckcremes und Make up's zu behelfen. Fragen Sie Ihren Apotheker! Es schadet Ihrer Haut nicht. Schlecht wäre nur, wenn Sie abends das Make up nicht fachgerecht durch eine milde Reinigungslotion entfernen.

Meist bringen das Frühjahr und der Sommer eine Verbesserung des Hautzustandes.

Ob die Ernährung einen Einfluss hat? Einige Betroffenen sagen ja andere nein. Das Krankheitsbild ist so unterschiedlich bei jedem Einzelnen, das es keine „richtige“ oder „beste“ Therapie gibt. Was für den Einen optimal ist, um für einige Zeit erscheinungsfrei zu sein, muss für den Anderen nicht gelten!

Daher gehen Sie wieder einmal zu einem Dermatologen und erkundigen Sie sich nach den Möglichkeiten, denn glauben Sie mir, es hat sich vor allem in den letzten Jahren sehr viel getan!

Erkundigen Sie sich auch betreffs Kuraufenthalt – bei Schuppenflechte sind es vier Wochen, die Ihnen zustehen.

Bitte geben Sie nicht auf!