Welche Zahnbürste ist die beste? Welche schont die Zähne und mit welcher bekommt man seine Zähne wirklich sauber? Die Antwort auf diese Fragen ist einfach: Es gibt keine „beste Bürste“, die man jedem empfehlen kann, denn Zähne und Zahnfleisch sind bei jedem Menschen anders beschaffen.

„Mit dem richtigen Kraftaufwand, Druck und der richtigen Technik kann man mit so gut wie jeder Bürste ein gutes Ergebnis erzielen. Allerdings fällt das mit einer elektrischen bzw. einer Schallzahnbürste um einiges leichter“, sagt Sylvia Fresmann, Dentalhygienikerin und Prophylaxe-Expertin. Elektrische Zahnbürsten haben den Vorteil, dass ihre Eigenbewegung das Putzen einfacher macht.

Mit einer herkömmlichen Handzahnbürste dauert die Reinigung länger und man muss die Technik besser beherrschen. Es gibt bei elektrischen Bürsten außerdem Unterstützungen wie einen Timer, damit der Anwender weiß, wie lange er putzen sollte. Normale elektrische Bürsten haben einen runden, rotierenden Bürstenkopf, der kleine Rechts-, Links- und Vorwärtsbewegungen macht. Wie bei allen Bürsten muss auch hier die Technik sehr gut beherrscht werden. Die Bürste muss an den richtigen Stellen rund um den Zahn angesetzt werden. „Bei manchen Modellen können durch zu starken Druck das Zahnfleisch und die Zahnhälse verletzt werden. Je nach Preis verfügen zwar manche elektrische Bürsten über eine eingebaute Druckkontrolle, aber nicht alle“, so Sylvia Fresmann.

Die Dentalhygienikerin benutzt eine spezielle Art der elektrischen Bürste: Eine Schallzahnbürste. Diese funktioniert mit einer besonderen Technologie. 30 000 bis 40 000 Schwingungen pro Minute sorgen dafür, dass sich Zahnbeläge leichter und mit sehr geringem Druck von Zähnen und Zahnfleisch lösen. Dadurch ist das Putzen mit der Schallzahnbürste besonders schonend für das Gebiss. Auch die Technik ist leicht zu erlernen. „Man hält die Bürste einfach an den Zahn, ganz ohne Druck. Die Schallzahnbürste wird von den Patienten sehr positiv angenommen“, so Fresmann.

Auch wenn die eine, für jeden perfekte, Zahnbürste nicht existiert, hat Fresmann doch eine eindeutige Antwort, wenn es um die richtigen Borsten geht: „Harte Borsten sind absolut nicht empfehlenswert. Am besten sind Borsten mit einem sehr weichen und dichten Borstenfeld, keine V- oder X-Borsten. Weiche Borsten sind einfach schonender für die Zähne.“

Ob elektrische oder Handzahnbürste, letztendlich liegt es immer am Anwender, ob die Zähne sauber werden oder nicht. Dabei kommt es nicht auf die Dauer des Putzvorgangs, sondern auf das Erlernen der optimalen Technik an, welche für jeden Mensch bzw. jeden Mund eine andere ist. „Wer seine individuelle Technik beherrscht, kann auch die schwer erreichbaren Stellen erfolgreich reinigen. In einer Prophylaxe- Sitzung kann der Patient sich dazu optimal beraten lassen“, erklärt Fresmann.

Richtiges Zähneputzen muss also jeder für sich selbst erlernen. Folgende Tipps gelten laut Dentalhygienikerin Fresmann aber für jeden, der Wert auf nachhaltig und gründlich gesäuberte Zähne legt: „Drei Mal täglich Zahnpflege, vor allem die Zwischenräume müssen gründlich gesäubert werden, am besten mit entsprechenden Interdentalbürsten. Diese Bürsten sind kleiner als normale Zahnbürsten und eigens für die Zahnzwischenräume gedacht. Außerdem sollte einmal täglich die Zunge gereinigt werden, denn auch die Bakterien auf der Zunge können für die Zähne gefährlich werden. Und man kann mit der Zungenreinigung der Entstehung von Mundgeruch entgegenwirken.

Sehr wichtig ist weiters professionelle Beratung durch eine ausgebildete Prophylaxe-Fachkraft in regelmäßigen Sitzungen. Diese sollten etwa alle drei bis fünf Monate stattfinden.“