Dr. Michael Meissl
Kieferorthopäde in Wien

George Clooney, Tom Cruise und mit 66 Jahren nun auch Wolfgang Joop. Sie alle machen das, was für viele Schulkinder oft ein jahrelang andauernder Albtraum ist: Sietragen eine Zahnspange.

Sobald eine Zahnfehlstellung vorliegt, ein Zahn also außerhalb der idealen Zahnbogenform steht, kommt man um die umstrittene Klammer nicht herum. Denn ungleichmäßig gewachsene Zähne stören nicht nur optisch, sie schaden vor allem der Gesundheit. Nicht zuletzt, weil bei zu eng stehenden Zähnen die Zahnbürste versagt. Keime und Bakterien können nur schwer beseitigt werden und verursachen Entzündungen und Karies.

Dass mittlerweile auch viele Erwachsene auf eigenen Wunsch eine Zahnspange tragen, hat allerdings einen anderen Grund:

Harmonische, weiße Zahnreihen gelten als wichtiges Schönheitsmerkmal.

 

”Mein ältester Patient? 72. Und überaus glücklich nach der Behandlung.”

 

So haben etwa zwei Drittel der Patienten von Kieferorthopäden Dr. Meissl das Pubertätsalter längst hinter sich gelassen. Was dazu führt? „Die Methoden sind heutzutage weniger au«allend und die Behandlungszeiten kürzer.“ Von Zahnspangen bei Erwachsenen, die lediglich nachts getragen werden, hält der Spezialist nichts: „Sie sind vor allem dazu da, das Kieferwachstum bei Kindern zu steuern und dienen nicht der aktiven Zahnbewegung.“ Dazu kommt: „Zum Verschieben von Zähnen muss eine Spange permanent getragen werden, um wirkliche Fortschritte zu erzielen.“

Also bleibt wohl oder übel nur die festsitzende Variante. Wie ein Arzt die Zähne reguliert, variiert.

Je nach Diagnose wird dabei das geeignete Werkzeug gewählt. Die Auswahl für besonders ästhetische Regulierungen reicht von zahnfarbenen Brackets, wie Tom Cruise sie getragen hat. Sie sind an der äußeren Zahnreihe durch Drähte verbunden, die Spannung erzeugen. Bis hin zu eng anliegenden, transparenten Schienen, die lediglich zum Essen herausgenommen werden und wöchentlich ersetzt werden. Die scheinbare Wahl von Wolfgang Joop. Die derzeit fortgeschrittenste und von Dr. Meissl wegen der universellen Einsetzbarkeit bevorzugte Behandlungstechnik ist jedoch die Lingualtechnik. „Dabei wird jeder Zahn mit einzeln angepassten Brackets, die innen befestigt werden, reguliert.

Diese Methode ist von außen unsichtbar.“ Nach etwa zwei Jahren ist der Zahnspangen- Spuk auch schon wieder vorbei. Bislang galten drei bis fünf Jahre als erforderlicher Zeitraum. Der Wermutstropfen dieser Behandlungsweise? Der Preis. Wer unbemerkt ein strahlendes Lächeln erlangen möchte, muss in etwa mit den doppelten Kosten rechnen wie bei einer herkömmlichen Variante.

Aber Schönheit hat nun mal ihren Preis. Und wenngleich es uns die Hollywoodstars mit ihren perfekten Zähnen überhaupt erst eingebrockt haben, wenigstens haben sie das Tragen von Zahnspangen dann auch gesellschaftsfähig gemacht. Und wer jetzt zum Kieferorthopäden geht, um endlich seine schiefen Zähne begradigen zu lassen, kann sich nicht nur auf ein ebenmäßiges Gebiss freuen, sondern liegt obendrein auch noch voll im Trend.