Wenn es um unsere Schönheit und die Gesundheit unserer Haut und Haare geht, geben wir gerne Geld aus und kein Aufwand ist uns zu hoch. Ist das Wasser aus dem Hahn allerdings zu kalkhaltig, nützen teure Kosmetik und Wirkstoffe aus dem Tiegel wenig.

Schuppt sich die Haut und fehlt dem Haar Glanz und Spannkraft, greifen viele erst einmal zum passenden Pflegeprodukt und cremen, pflegen und schäumen dagegen an – nicht immer mit Erfolg, wenn die Basis – unser aller Lebenselixier Wasser – nicht stimmt. Aber was macht Wasser so wertvoll für die Haut?

Die Hautärztin Dr. Alice Weyl erklärt: „Die Haut ist nicht nur das größte, sondern auch das vielseitigste Organ des menschlichen Organismus. Das heißt, über ihre Grundfunktionen hinaus dient sie unter anderem zur Wahrung des inneren Gleichgewichtes, fungiert als Kontakt- und Sinnesorgan und auch als Repräsentationsorgan. Dabei pflegt Wasser wie kein anderes Medium diese vielen wichtigen Funktionen der Haut. Nicht umsonst erklärte die UN-Vollversammlung 2010 die sanitäre Grundversorgung und sauberes Trinkwasser zu den Menschenrechten. Die tägliche Pflege mit sauberem Wasser vermeidet Krankheiten, fördert die Gesundheit und steigert das Wohlbefinden. Wobei sich Wasser mit einem ph-Wert von 5,5 am besten eignet.“

Haut- und Haarpflege fängt also beim richtigen Wasser an, das geprüft werden muss, auch wenn es sauber aus dem Hahn kommt. „Hartes, kalkhaltiges Wasser bildet zusammen mit Seife unlösliche Salze, die sogenannte „Kalkseife“, die auf Haut und Haaren zurückbleibt.“ sagt die Dermatologin. Diese Kalkseife ist dafür verantwortlich, dass wertvolle Wirkstoffe aus Kosmetik und Pflegeprodukten nicht ihre volle Wirkung entfalten können – und so im Abfluss landen. Mit weichem Wasser hingegen werden die in Kosmetika enthaltenen Pflegestoffe von der Haut besser aufgenommen und nicht wieder abgespült. Zudem benötigt man weniger Shampoo und andere Pflegeprodukte.

Glänzende Haare und geschmeidige, gesunde Haut

Weiches Wasser macht nicht nur die Haare glänzender und die Haut geschmeidiger, es hat auch einen medizinischen Nutzen. Bei Erkrankungen wie Neurodermitis oder Ekzemen kann weiches Wasser den Juckreiz lindern, bestätigt Dr. Weyl. Auch bei Menschen, die an extrem trockener „Altershaut“ – auch Exsikkationsdermatitis genannt – leiden, kann weiches, kalkfreies Wasser positive Auswirkungen haben. Zudem sorgt weiches Wasser für einen wahren Wellnesseffekt: Die Druckrezeptoren in der Unterhaut reagieren auf weiches Wasser und melden Wohlgefühl an das Gehirn.

Aus hart mach weich

Wer sich über den Härtegrad des Trinkwassers im eigenen Haushalt informieren will, erhält die entsprechenden Angaben vom zuständigen Wasserwerk. Zudem helfen spezielle Teststreifen bei der Bestimmung der Wasserhärte.

Für die Enthärtung des Wassers im Haushalt gibt es zudem spezielle Weichwasseranlagen, die härtebildende Ionen auf natürliche Weise gegen Natrium-Ionen austauschen und so aus hartem Wasser seidenweiches Wasser machen. Dank des kalkfreien Wassers können nun auch Hightech-Wirkstoffe, Seren und Cremes in Haut und Haar einziehen und effektiv genutzt werden.