Der Großteil des Haares besteht aus Keratinfäden, die der Körper aus Protein gewinnt. Jedes einzelne Haar besitzt einen eigenen Haarwurzelkanal, aus dem das Haar durch das Wachstum an die Oberfläche dringt. Die äußerste Schicht des Haares besteht aus mehrlagigen Schuppen, welche in der Oberflächenstruktur einem Tannenzapfen ähneln. Die einzelnen Schuppenplättchen liegen bei gesundem Haar eng am Haarschaft und sorgen für Geschmeidigkeit und Glanz.

Wird diese Schuppenschicht durch äußere Einwirkung wie zu grobes Bürsten oder Färben geöffnet, wird das Haar stumpf und allmählich porös. Durch zu lange Verwendung von aggressiven Pflegeprodukten können die Schuppenplättchen auch gänzlich abgetragen werden, wodurch der Haarschaft nicht nur sein glänzendes Aussehen, sondern auch seine wichtige Schutzbarriere verliert.

In der Wurzel liegt die Kraft

Die Haarwurzel verankert das Haar in der Hautoberfläche und endet mit einer knollenartig verdickten Ausformung, der sogenannten Haarzwiebel. Die Haarzwiebel erhält durch die Haarpapille festen Halt im Bindegewebe und ist mit dünnen Gefäßen an den Blutkreislauf angeschlossen. Dies ermöglicht die Versorgung mit Nährstoffen, die für die Zellteilung und das Wachstum des Haares benötigt werden.

Ein haariges Problem, nicht nur für den Mann

Während die fortschreitende Glatzenbildung bei Männern als normal angesehen wird, so ist plötzlicher Haarausfall – sowohl für Männer als auch Frauen – ein Alarmzeichen. Haarausfall kann in jedem Lebensalter auftreten und führt zu einer großen Belastung für Betroffene. Es gibt verschiedene Formen des Haarausfalles, wie kreisrunden oder auch diffusen Haarausfall, dessen Ursache auch medizinisch abgeklärt werden sollte.

Die häufigsten Ursachen für diffusen Haarausfall bei Frauen sind hormonelle Unregelmäßigkeiten durch Schwangerschaft oder Klimakterium, Stress oder auch Schilddrüsenerkrankungen. Neben Erkrankungen durch Infektionen oder Medikamenten kann auch der Lebensstil einen bedeutenden Einfluss auf die Haardichte haben.

Hohe Stressbelastung, rigorose und einseitige Diäten können zu einer Unterversorgung der Haarwurzel mit Protein führen, wodurch es zu einer Schädigung der Haarwurzel kommen kann.

Unsere Haarwurzeln benötigen einen ganzen Cocktail an Nährstoffen und Hormonen, um das Haarwachstum wieder anzuregen. Durch eine optimale Versorgung kann das Wachstum sowie die Verankerung der Haare stimuliert werden. Jedoch leiden Frauen häufiger als Männer an einem diffusen Haarausfall, welcher sich durch einen gleichmäßigen Ausfall des Kopfhaares kennzeichnet.

Der Haarwuchs und die Haardicke sind zwar genetisch bedingt, aber spezielle Kombinationspräparate können die Versorgung der Haarwurzel mit Nährstoffen verbessern und dem Verlust entgegenwirken. Doch für schöne Haare gibt es ein dichtes Repertoire an weiteren Methoden.

Täuschend echt

Die Haarverlängerung -und verdichtung sind zwei verschiedene Verfahren für dichteres Haar. Mit dem Einsatz von Extensions können die Haare sowohl verlängert als auch verdichtet werden. Wer beispielsweise seine Haarlänge nicht verändern möchte, jedoch mit dem Volumen seiner Haare unzufrieden ist, kann Extensions zur Verdichtung verwenden.

Bei der Durchführung einer Haarverlängerung kann grundsätzlich unterschieden werden, ob die Extensions mit den eigenen Haaren verbunden werden sollen oder durch kleine Metall- oder Plastikhülsen an die Eigenhaare angehaftet werden. Für ein natürliches Aussehen, spielen die Struktur und Farbe des eingearbeiteten Haares eine wichtige Rolle. Echthaar lässt sich im Vergleich zu Kunsthaar leichter kämmen und besser pflegen. Aber auch die eigenen Haaren können mit der Haartransplantation wieder groß rauskommen.

Das Haar neu pflanzen

Die Haartransplantation oder auch Haarverpflanzung ist die Verpflanzung von Körperhaar, welche vor allem bei Haarausfall zur Anwendung kommt – sowohl bei Männern als auch Frauen. Diese wird häufig an spezialisierten Instituten von Fachärzten der Dermatologie durchgeführt. Schönes Haar ist also kein Zufall, sondern liegt in der eigenen Hand.