Sich in der eigenen Haut wohlzufühlen: Was bedeutet das für Sie beide hier im Dermatologikum?

Dr. Rainer Kunstfeld: Wohlfühlen bedeutet in erster Linie, dass die Haut gesund ist. Durch Krankheiten kann dies beeinträchtigt werden. Jede dermatologische Diagnose, wie zum Beispiel Akne, Fußpilz, Krampfadern oder auch Hautkrebs, kann zu einer Einschränkung des Wohlbefindens führen.

Dr. Birgit Karle: Sich wohlzufühlen ist natürlich auch abhängig vom subjektiven Empfinden. Die Haut ist das größte Organ des Menschen, sie reagiert rasch auf Veränderungen und unterschiedlichste Einflüsse; und wir leben in einer Zeit, in der sehr viel Wert auf das Äußere gelegt wird.

Ich sehe das in der Plastischen Chirurgie vor allem bei jungen Leuten. Auch gibt es PatientInnen, die seit Jahren mit etwas hadern, etwa mit Reiterhosen oder ihrer Brust. Nach solchen operativen Eingriffen sind viele Menschen wie ausgewechselt – sie ziehen sich anders an und sind wieder aktiver im Leben.

Damit verbessert sich vermutlich auch das Lebensgefühl, oder?

Karle: Im ästhetischen Bereich geht es uns darum, die eigene Schönheit zu unterstreichen. Wir begleiten unsere PatientInnen von Anfang an und verlieren sie nie aus den Augen. Sie sollen in jedem Fall sie selbst bleiben, denn sonst fühlt man sich in seiner Haut mit ihren vielen sensiblen Eigenschaften nicht mehr wohl.

Die Haut ist schließlich auch unser Schutzschild gegenüber der Umwelt.

Kunstfeld: Genau! Es ist nicht nur wichtig, dass unsere Haut gut aussieht, sondern dass sie auch gesund ist – gerade in Hinblick auf die Früherkennung und Behandlung von Hauttumoren. Wir nehmen uns wirklich Zeit für unsere PatientInnen. Und die Haut zeigt uns offensichtlich alles – das erkannte auch der französische Philosoph Paul Valery, als er sagte: „Die Haut ist das Tiefste im Menschen.“

Apropos Tiefe: Welche Möglichkeiten bieten Sie an, um ungeliebte Tätowierungen wieder zu entfernen?

Kunstfeld: Insgesamt nehmen die Tätowierungen gerade bei jungen Menschen deutlich zu...
Karle: ...und damit auch die Erwartungshaltung, dass Tattoos wieder entfernt werden können. Wir arbeiten hier mit einem hochmodernen Laser (Asclepion® Tattoo Star), der aufgrund seiner unterschiedlichen Wellenlängen verschiedene Pigmente entfernen kann.
Kunstfeld: Das heißt, dass wir mit diesem Gerät die Verfärbungen der Haut und selbst Farben wie Rot oder Grün besser entfernen können. Ein großer Fortschritt!

Sich Fett absaugen zu lassen ist eine der häufigsten Eingriffe in der Plastischen Chirurgie. Mit welchen Methoden arbeiten Sie hier?

Karle: Die Hauptsorge der Patienten bei der Fettabsaugung ist immer, ob sich die Haut wieder zurückzieht und strafft. Wir arbeiten mit dem VASER® – das ist das modernste Gerät, das derzeit für die Fettabsaugung am Markt ist. Der VASER® ermöglicht eine ultraschall-assistierte Fettabsaugung, wobei die Ultraschall-Energie das Gewebe langfristig strafft.

Zusätzlich hat es den Vorteil, dass das Fett viel sanfter aus dem Gewebe gelöst wird, die OP damit weitaus weniger traumatisch ist und PatientInnen viel schneller wieder fit sind. Außerdem werden die Bindegewebsfasern stimuliert, wodurch die Haut nach ein paar Monaten viel straffer ist. Das macht einen Riesenunterschied!

Zusätzlich wird durch diese Technik das Fett weniger zerstört, sodass man es für Eigenfett-Unterspritzungen verwenden kann. All das steht unter dem Überbegriff Körperkonturierung – das heißt, dass man das an einer Stelle abgesaugte Fett an einer anderen Stelle zum Volumenaufbau nutzen kann.

Sie sind beide renommierte Ärzte mit jahrelanger Erfahrung. Was ist das Besondere am Dermatologikum?

Karle: Die Gesundheit des Patienten steht bei uns immer an erster Stelle. Nur eine gesunde Haut ist auch eine schöne Haut!
Kunstfeld: Wir sind international vernetzt und können auf die Expertise und das etablierte Know-how der anderen Standorte zurückgreifen. So können wir uns mit unseren KollegInnen austauschen, etwa auch wenn es um Zweit- oder Drittmeinungen geht.

Mit welchem Gefühl sollen die PatientInnen zu Ihnen kommen und welches Gefühl sollen die PatientInnen mit nach Hause nehmen?

Karle: Unsere PatientInnen sollen sich rundum wohlfühlen, kompetent versorgt sein und Vertrauen in uns Ärzte haben können.
Kunstfeld: Wir wollen jeden Patienten so behandeln, wie wir selbst gerne behandelt werden möchten. Das ist unser Credo – unsere Philosophie!