Dr. Walther Jungwirth
Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, FA für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

Nofretete mit ihrer symmetrischen Gesichtsform gilt seit Jahrtausenden als Schönheitsideal eines gleichmäßigen Gesichtes. Seit jeher beschäftigt sich die Menschheit und im speziellen die Medizin mit Form und Funktion des Gesichtes. Nicht umsonst heißt die weltweit erfolgreichste Social Media Plattform „Facebook“. Könnten Sie sich dies unter dem Titel Bodybook vorstellen? Die zentrale Rolle des Gesichtes in der Kommunikation und Interaktion mit der Umgebung, spiegelt auch der Fortschritt in der modernen Medizin wieder. Dies betrifft natürlich die Fachrichtung der Ästhetischen und Plastischen Chirurgie, deren Schwerpunkt die Korrektur von Altersveränderung und Deformitäten im Gesicht darstellt. Genauso gehört das Fach der HNO, Kieferchirurgie, Zahnmedizin und Augenheilkunde zu den innovativen Bereichen, die sich mit Form und Funktion des Gesichtes beschäftigen.

 

Jeder Patient ist einzigartig - Jede Behandlung auch

Der Plastische Chirurg muss auf die Anliegen seiner Patienten eingehen, aber dabei seinen Blickwinkel wahren. Dieser Blickwinkel umfasst das technisch Machbare an Gesichtsveränderung und kombiniert es mit menschlichen und künstlerischem Einfühlungsvermögen. Wenn dies harmonisch zusammenspielt, so ist ein optimales Ergebnis zu erwarten.
Wir sehen in den Medien viele überkorrigierte Gesichter, die sowohl für uns als auch für die meisten unserer PatientInnen abschreckend wirken. Die Plastische und Ästhetische Chirurgie in Österreich hingegen legt Wert auf Betonung der Natürlichkeit im Ergebnis. So wollen unsere Patienten, dass ein Facelift nicht als solches erkannt wird. Ich sage dazu, ein gutes Facelift erkennt man daran, dass man es nicht erkennt. Wobei natürlich eine Verbesserung der Kontur und des Aussehens vorausgesetzt wird. Andere Bereiche, um die Altersveränderungen im Gesicht rückgängig zu machen, sind Lidstraffungen sowie wenig invasive Injektionsbehandlungen mit Botulinumtoxin oder Hyaluronsäure-Fillern, die einen immer wichtigeren Stellenwert im Behandlungsspektrum des Plastischen Chirurgen einnehmen.

„Die Plastische und Ästhetische Chirurgie in Österreich legt Wert auf Betonung der Natürlichkeit im Ergebnis und auf ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient.“

Die Mimik als Sprachrohr

Hier ist im Besonderen darauf zu achten, dass die natürliche Mimik des Gesichts nicht beeinträchtigt wird. Die Mimik macht einen beachtlichen Teil unserer nonverbalen Kommunikation aus. Jedes Augenzwinkern, selbst das kleinste Schmunzeln vermittelt unserem Gegenüber etwas. Man sagt zwar Blumen sagen mehr als tausend Worte, doch mit jedem Schmunzeln und jedem Augenzwinkern drückt der Mensch Gefühle aus, für die es manchmal einfach keine Worte gibt. Durch die sogenannte mimische Gesichtsmuskulatur ist es dem Menschen möglich, zweifelnd die Augenbraue hochzuziehen, die Lippen zu einem Kussmund zu spitzen oder von einem Ohr zum anderen zu grinsen.

 

Das Vertrauen zwischen Arzt und Patient als gesunde Basis jeder Behandlung

Menschen, die unzufrieden mit Ihrem Aussehen sind und auf ein natürliches Ergebnis nach einem plastischen Eingriff Wert legen, müssen hier einen Spezialisten aufsuchen, der ausgebildeter Experte in seinem Fachbereich ist. Die besondere Wichtigkeit des Aussehens und des Gesichtes benötigt ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patienten. Dies gilt für die Plastische Chirurgie wie für die Augenheilkunde und Kieferchirurgie gleichermaßen. So ist es enorm wichtig, in einem ausführlichen Gespräch mit dem für Sie in Frage kommenden Behandler ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Ein Medienbericht allein kann dies nicht schaffen, sondern eine persönliche Erstuntersuchung mit genauester Aufklärung ist stets Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung.