Stillen nach Bedarf

Muttermilch ist das Beste, was Ihr Kind kriegen kann. Das Stillen bringt dem Kind die wichtigen Nährstoffe allzeit in bestverdaulicher und bedarfsgerechter Zusammensetzung – wohltemperiert und gesund verpackt. Daneben beruhigt das Stillen die Stillkinder in aufregenden Situationen, tröstet sie bei Kummer und lindert ihren Schmerz. Vielen dient es auch als Einschlafhilfe.

Und: Mit dem Stillen wächst die Bindung zwischen Mutter und Kind – die erste Beziehung, die der neue Mensch auf dieser Welt eingeht. Diese Bindung ist maßgeblich für alle folgenden. Beim Stillen schenkt man einander Aufmerksamkeit, Vertrauen und Verlässlichkeit. Dem Kind die Brust zu verweigern, wenn es danach verlangt, würde es nachhaltig enttäuschen, sein Urvertrauen brechen.

Die genannten Bedürfnisse eines Kindes lassen sich aber nicht nach Plan stillen. Zum einen, weil Muttermilch vom kleinen Bäuchlein mal so, mal so, in der Regel jedoch viel schneller verarbeitet wird als Babynahrung aus dem Drogerieregal. Allein deshalb sind Stillzeiten dichter getaktet als Fütterungszeiten.

Hinzu kommt, dass der Takt, in dem gestillt wird, auch von der Gesundheit, der Tagesform und der Entwicklungsphase des Kindes abhängt. Kurz: Stillen ist eine spontane Sache, auf die die Stillmama allzeit und allerorts vorbereitet sein muss – auch in der Öffentlichkeit.

Öffentlich stillen vs. Stillen in der Öffentlichkeit

Dabei heißt Stillen in der Öffentlichkeit nicht, dass die stillende Frau öffentlich stillt, also ihre Brust blank zieht und damit alle Welt einlädt, am Stillen teilzuhaben. Vielmehr heißt es, dass eine Frau, die am gesellschaftlichen Leben teilnimmt, auch im öffentlichen Raum stillt, dort, wo das Leben stattfindet. Ob in Café, Park oder Bus – gestillt wird dort, wo gestillt werden muss!

Das Stillen in der Öffentlichkeit gelingt der Stillmutter dank praktischem Zubehör heute auch völlig unaufgeregt: Angefangen von großen Tüchern über Loopschals bis hin zu stillfreundlichen Oberteilen gibt es inzwischen viele Helfer, um das Kind schnell und einfach anzulegen – ohne die Brust öffentlich freizulegen.