Auch die Verunsicherung steigt umso mehr, wenn man nach der täglichen Wäsche Büschel an Haaren in den Händen, statt auf dem Kopf vorfindet. Doch ab wann kann tatsächlich von einem verstärkten Ausfall der Kopfbehaarung gesprochen werden, was können die Ursachen sein und wie kann man dem entgegenwirken?

Im Durchschnitt bedecken etwa zwischen 100.000 und 120.000 Haare unseren Kopf. Da sich diese in einem ständigen Erneuerungsprozess befinden, sollte man sich keine Sorgen machen, wenn man täglich zwischen 70 und 100 von ihnen verliert. Von Haarausfall kann nämlich erst dann gesprochen werden, wenn jene permanent ausfallen und nicht durch Nachwuchshärchen ersetzt werden.

 

Formen von Haarausfall

Während sich Haarausfall bei Männern durch die signifikanten Geheimratsecken oder Halbglatzen erkennbar macht, verliert das weibliche Haar an Fülle, Glanz und Kraft. Der sogenannte diffuse Haarausfall kommt daher auch häufiger bei Frauen vor. In diesem Fall wird das Haar in seiner Ganzheit immer lichter und weniger.

Eine weitere, aber weitaus seltenere Form des Haarverlusts ist der kreisrunde Haarausfall. Hierbei bilden sich kahle Stellen im Kopfbereich, welche im schlimmsten Fall auch zu einem totalen Haarverlust führen können. Darüber hinaus kann Haarausfall aber auch durch den Wechsel der Jahreszeiten bedingt sein. Manche Menschen verlieren im Frühjahr und Herbst mehr Haare als gewöhnlich. Dieser Verlust wird im Regelfall aber wieder ausgeglichen.

 

Ursachen für den Haarverlust

Neben den saisonalen Unterschieden können auch andere Faktoren zu einem Haarverlust beitragen. Bei Frauen kann eine Ursache etwa in einem hormonellen Ungleichgewicht liegen. Demnach können die Haare nach der Menopause oder einer Schwangerschaft besonders häufig ausfallen.

Ebenso wird Haarausfall durch einen falschen Lebensstil,  falsche Ernährung, Krankheiten, Medikamente, falsche Pflegeprodukte, sowie psychischen Stress begünstigt. Daneben kann Haarverlust aber auch genetische Ursachen haben.

 

Gezielte Behandlungen helfen

Je nach Situation stehen sowohl für Frauen als auch für Männer vielfältige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Farblicht-Lymphdrainagen, Galvanische Strombehandlungen oder spezielle Meridianmassagen sind beispielweise schmerzlose Therapien, die für ein erneutes Haarwachstum sorgen. Zudem können auch gezielte kosmetische und haarwuchsfördernde Präparate verwendet werden.

Besteht das Risiko einer Glatze, kann man über Haarersatz oder auch hautähnliche und sehr dünne Membranen als Lösung nachdenken. Diese sind mit echtem oder synthetischem Haar bestückt und wirken wie eine natürliche Kopfbehaarung. Bei schwerwiegendem Haarausfall sollte man daher unbedingt so früh wie möglich einen Experten aufsuchen. Die Spezialisten beobachten und dokumentieren im weiteren Verlauf den Behandlungserfolg mit Analysen des Haarzyklus und digitaler Dermoskopie, um Patienten das bestmögliche Ergebnis zu bieten.

 

Der richtige Umgang mit Haaren

Damit es gar nicht erst zu Haarverlust kommt, sollte bei der Pflege der Haare nicht gespart werden. Wichtig ist dabei ein angemessener Umgang mit Färben, Tönen, Dauerwellen und Föhnen. Für Präventivmaßnahmen von Innen gilt es zudem auch auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie einen stressfreien Lebensstil zu achten. Denn nicht nur die Haut, sondern auch unsere Haare sind ein Spiegel unserer Seele.