Eisen gehört zu den wichtigsten Spurenelementen im menschlichen Körper. Und dies, obwohl Eisen nur in sehr geringer Konzen-tration von im Durchschnitt etwa vier bis fünf Gramm im Körper vorkommt. Da der Körper Eisen nicht selber bilden kann, muss es zusammen mit der Nahrung regelmäßig aufgenommen werden.

Unsere Ernährung liefert täglich etwa 10 bis 15 mg Eisen, der normale Eisenverlust über den Darm, die Haut oder den Schweiß beträgt ein bis zwei Milligramm pro Tag, Frauen verlieren durch die Menstruation bis zu 15 Milligram pro Menstruation. Eine Blutspende kostet den Körper sogar 250 Milligramm. Nur ein ständiger Eisennachschub kann den Verlust ausgleichen. Dabei ist der Körper grundsätzlich dazu in der Lage, Eisenvorräte in Leber, Milz und Knochenmark anzulegen, auf die er bei Bedarf zurückgreifen kann.

Leistungsfähig durch Eisen

Der größte Anteil des Eisens im Körper befindet sich im Blut als Bestandteil des Farbstoffes Hämoglobin, einem Proteinkomplex, der Sauerstoff bindet und eine wichtige Rolle für den Sauerstofftransport über die Blutbahnen in die Zellen der Organe und Gewebe spielt. Eisen ist also essentiell für die körperliche Leistungsfähigkeit, für die eine optimale Sauerstoffversorgung vorausgesetzt wird.

Der Sauerstofftransport, die Sauerstoffaufnahme, alle Zellfunktionen wie letztlich der gesamte Energiestoffwechsel sind von einem ausreichenden Eisenangebot abhängig.

Mangelerscheinung Müdigkeit

Eine Eisenmangelerscheinung wirkt sich deswegen auch auffällig auf den Körper aus. Sie tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf und ist weltweit die häufigste Mangelerkrankung. Bei einer längeren Unterversorgung mit Eisen kann es zu einer unzureichenden Produktion von roten Blutkörperchen kommen – zu einer sogenannten Anämie.

Die Folgen sind oft Müdigkeit, Abgeschlagenheit, körperliche und geistige Schwäche, Konzentrationsstörungen, Schlaf- und Appetitlosigkeit und Nervosität. Die Mangelerscheinungen können sich auch durch Kopfschmerzen, Blässe, rissige Haut und spröde Nägel äußern. Um Mangelerscheinungen entgegenzuwirken sollte man besonders auf die Ernährung und eine ausreichende Zufuhr durch Eisen achten. Pro Tag sollten Frauen mindestens 15 Milligramm Eisen aufnehmen, als Mann reichen 10 Milligramm.

Erhöhter Bedarf während Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft wird die ausreichende Versorgung mit Eisen zu einer großen Herausforderung. Bei schwangeren Frauen erhöht sich das Blutvolumen um bis zu 40 Prozent, denn die wachsende Gebärmutter muss ausreichend mit Blut versorgt werden.

Damit genügend neues Blut gebildet werden kann und eine optimale Versorgung mit Sauerstoff für das Kind und die Mutter gewährleistet werden kann, benötigt der Körper doppelt so viel Eisen wie zuvor. Deswegen kann sich der Eisenbedarf hier auf bis zu 30 Milligramm pro Tag erhöhen. Zwischen der 8. und der 22. Schwangerschaftswoche ist der Eisenbedarf zwar am höchsten, doch oftmals kommt es im letzten Drittel der Schwangerschaft zu einem aktuen Eisenmangel, da meist nicht genügend Eisen über die Nahrung aufgenommen werden kann.