Am Ende ihres „geregelten“ Lebens sitzt jede Frau auf einem Müllberg aus bis zu 17.000 schmutzigen Binden und Tampons. Hinzu kommen die Slipeinlagen, die zwischen den Tagen benutzt werden. Das macht ganze Müllgebirge, die entsorgt werden müssen.

Leider zählen die schmutzigen Monatshygiene-Artikel zu den häufigsten Fundstücken an den Stränden der Weltmeere. Das ist eklig anzusehen und verschmutzt die Umwelt mit nicht biologisch abbaubarem Plastik. Doch damit nicht genug: Die Materialien, aus denen Tampons und Binden bestehen, darunter Zellwolle, Viskose, Baumwolle, Polyester, Polyethylen oder Polypropylen sind in herkömmlicher Qualität oft mit Schadstoffen belastet, wie Tests belegten. Sie können also gesundheitsschädlich wirken.  

Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde. Und damit kann frau sofort  anfangen, denn längst sind ökologischere Binden und Tampons auf dem Markt.

Nachhaltige Alternativen zu herkömmlichen Tampons & Co.

Schadstoff- und plastikarm oder gar frei davon sind Tampons und Binden in kontrollierter Bio-Qualität. Doch mit den Einwegprodukten wird der monatliche Müllberg nicht kleiner. Müll spart, wer seine Monatsblutung mit wiederverwendbaren Produkten auffängt.

Davon gibt’s eine ganze Reihe, zum Beispiel waschbare Binden. Wer jetzt an die unhandlichen Modelle seiner Großmutter denkt, sei beruhigt: Moderne waschbare Einlagen gibt es mit passenden Slips oder in Slipform zu kaufen.

Auch waschbare Schwämmchen zum Einführen werden als Alternative zu Tampon und Binde gehandelt. Die waschbaren Produkte mindern den typischen Müllberg erheblich, doch sie müssen zum Wiederverwenden gereinigt werden – das kostet Zeit, Waschmittel und Energie.

In ihrer Nachhaltigkeit derzeit kaum zu schlagen sind sogenannte Menstruationstassen oder Menstruationskappen. Sie sind aus medizinischem, hypoallergenen Silikon und ohne Schadstoffe und Weichmacher (Phthalate) gemacht. Die Tasse bzw.

Kappe führt frau gefaltet ein, so dass sie an Ort und Stelle aufspringt und fest sitzt, um das Regelblut sicher aufzufangen. Sie wird geleert, kurz ausgespült und wieder eingesetzt. Menstruationstassen gibt‘s in unterschiedlichen Größen, je nachdem, ob frau bereits eine natürliche Geburt hinter sich gebracht hat oder nicht.