Die Geburt des eigenen Kindes verändert das Leben beider Elternteile völlig. Doch bei aller Aufregung um den neuen Erdenbürger sollte man nicht vergessen, sich Gedanken über die Aufbewahrung des Nabelschnurbluts zu machen. Denn diese Investition in die Zukunft kann dazu beitragen, das Leben des eigenen Kindes zu verlängern.

Stammzellen aus dem Nabelschnurblut

Im Nabelschnurblut finden sich wertvolle Stammzellen. Aus den Stammzellen des Nabelschnurbluts entstehen etwa alle neuen Blutzellen, Organgewebe und das körpereigene Immunsystem. Diese Stammzellen aus dem Nabelschnurblut können im Laufe des Lebens sehr wichtig werden. Sollte das Kind beispielsweise jemals an Blutkrebs erkranken, kann eine Transplantation dieser Stammzellen zur Heilung beitragen.

Stammzellen aus dem Nabelschnurgewebe

Die sogenannten mesenchymalen Stammzellen finden sich in besonders hoher Dichte im Gewebe der Nabelschnur. Diese Gewebestammzellen besitzen die einmalige Eigenschaft, neben neuem Bindegewebe und Muskeln auch Knorpel und Knochen entstehen zu lassen. Dadurch sind sie vor allem für die regenerative Medizin besonders interessant.

Entnahme und Einlagerung

Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe sollte gleich bei der Geburt von geschultem Personal gewonnen und eingelagert werden, denn ist die Nabelschnur einmal entsorgt, ist es zu spät. Das eingelagerte Nabenschnurblut und -gewebe steht nach der Einlagerung beim Profi ein Leben lang zur Verfügung, falls eine Krankheit oder ein Unfall die Verwendung nötig machen.