Univ. Prof. DDr. Johannes Huber
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Symptome des Myoms mit Gelbkörperhormon mindern

Treten Beschwerden auf, so hängen sie von der Lage des Myoms ab und reichen von starken und unregelmäßigen Blutungen – dem häufigsten Symptom – bis hin zu Unterbauchschmerzen, Blasen- und Darmproblemen und Fruchtbarkeitsstörungen.

Die Symptome der Myome können mit einem Gelbkörperhormon, der Pille oder der Hormonspirale gemildert werden, kleiner werden die Myome dadurch aber nicht. Mit einer besonderen Spritze kann die Patientin für einige Monate in einen künstlichen Wechsel gebracht werden, dadurch beginnt das Myom zu schrumpfen.

 

Therapie mit nebenwirkungsarmen Medikament

Myome waren früher die häufigste Ursache für eine Gebärmutterentfernung – dies hat sich in den letzten Jahren geändert, da immer mehr Frauen der Uterusentfernung kritisch gegenüberstehen. Deswegen ist die Möglichkeit, mit einem nebenwirkungsarmen Medikament die Myome zu verkleinern für viele Frauen willkommen. Dabei handelt sich nicht um Injektionen, sondern um Tabletten, die täglich über drei Monate eingenommen werden sollen.

 

Bei Operation wird nur das Myom entfernt

Bereits in den ersten Wochen merkt man, dass die Blutungen weniger werden und dann ganz aufhören.  Nach Beendigung der Therapie stellt sich die normale Monatsblutung wieder ein. Abgesehen von vorübergehenden Hitzewallungen, die manchmal auftreten können, ist das Medikament gut verträglich. Natürlich kann es nur  nach fachärztlicher Untersuchung und unter Betreuung eines Arztes verschrieben werden.

Der neue Wirkstoff verhindert das Weiterwachsen des Myoms und verkleinert es sogar. Selbst wenn ein Myom operiert werden muss, geht man heute organerhaltend vor: man entfernt nur das Myom, nicht aber die ganze Gebärmutter.