Martha Butbul alias Jazz Gitti
Alter: 67 Jahre jung
Beruf: Entertainerin
Kurz gefragt: Das Energiebündel Martha Butbul alias Jazz Gitti ist 67 Jahre jung, dreifache Großmutter und seit über 30 Jahren Diabetikerin.

Hatten Sie eine familiäre Vorbelastung an Diabetes zu erkranken?

Mir wurde diese Krankheit sozusagen in die Wiege gelegt, da meine Mama bereits Typ II Diabetikerin war.  Meine Mama lebte in schwierigen Lebenssituationen, hat sich nicht an ihre Broteinheiten gehalten, gegessen was sie wollte und ist leider schon im Alter von 42 Jahren verstorben. Auch mein Papa und mein Onkel sind an Diabetes erkrankt, ich selbst war immer übergewichtig und so war es abzusehen, dass ich auch zuckerkrank werde. Gott sei Dank ist dieser Erkrankung nun aber gut erforscht.

 

Wann wurde bei Ihnen Diabetes diagnostiziert und wie leben Sie seitdem mit dieser Erkrankung?

Bei mir wurde vor 30 Jahren diese Krankheit diagnostiziert. Am Anfang habe ich versucht, diese mit Diäten in den Griff zu bekommen, was auch zu einer Besserung führte. Eine Zeit lang habe ich Tabletten eingenommen, habe mich dann ziemlich gehen lassen und zu viel gegessen, was dazu führte, dass ich mir nun seit ungefähr fünf Jahren Insulin spritze. Ich habe im Krankenhaus eine sehr gute Einschulung bekommen, leider dann wieder sehr stark zugenommen, das  war vor allem für meine Gelenke sehr beschwerlich. Durch eine Diät habe ich 20 Kilo abgenommen. Der große Vorteil dieser Diät war es, dass mir alles nach Hause geliefert wurde und ich so nicht durch Einkäufe in Versuchung geführt werden konnte. Ich habe diese Form der Ernährung 1,5 Jahre gemacht, und habe dadurch gelernt, kleinere Portionen zu mir zu nehmen.

Zusätzlich zur Diät habe ich auch den Muskelaufbau trainiert, was zu einer besseren Fettverbrennung geführt hat. Auch Schwimmen und Radfahren hat mir sehr gut getan, einzig Walken hat  mir große Schmerzen an den Gelenken bereitet. Ich hatte einige Operationen im Bereich des Bewegungsapparats und musste daher mit dem Sportprogramm pausieren. Ich freue mich aber schon wieder, wenn ich mit dem Training starten kann,  da es mir so gut getan hat und auch der Schönheit sehr zugute kommt – die weiblichen Problemzonen werden schön gestrafft.  Auch auf das Schwimmen und Spaziergehen in der nun wärmeren Jahreszeit  freue ich mich sehr. 

 

Wie geht es Ihnen momentan gesundheitlich?

Durch die Bewegung geht es mir sehr gut und ich kann sagen, dass ich im Moment internistisch total gesund bin, meine Zuckerwerte sind altersgemäß in Normbereich. Ich bin im Krankenhaus Stockerau in der Zuckerambulanz  und bin mit der Betreuung dort sehr zufrieden.

Alle drei Monate mache ich mein Blutbild. Wichtig ist, auf sich zu schauen und sich zu halten. Ich habe viele Jahre lang sehr ungesund gelebt,  geraucht und getrunken; seit  meinem 55. Lebensjahr lebe ich sehr gesund, trinke kaum mehr Alkohol und spüre nun selbst, was mir gut tut. Ich weiß eigentlich bei jeder Mahlzeit, wie viele Broteinheiten sie enthält und gönne mir mal etwas, wie z.B. ein Eis.  Wichtig ist es, auch die  Gesundenuntersuchungen regelmäßig durchzuführen.

 

Was sind Ihre nächsten Ziele?

Ich möchte wieder gerne Boggie tanzen und  nun endlich mit Zumba  beginnen. Am 9 Mai ist unser Muttertagskonzert & Fanclubtreffen im ‚Schutzhaus Zukunft‘ Auf der Schmelz in 1150 Wien.  Und dann geht´s mit meiner neuer Tournee ‚Er ist ein Frauenschwarm‘ durch bis Silvester und das liebe ich.

 

Wie schaffen Sie es, immer so  fröhlich und optimistisch zu sein?

Eine Seherin hat mir kürzlich gesagt, meine Aufgabe auf dieser Welt ist es, anderen Leuten Freude zu bereiten.

Man muss sich im Leben immer fragen, was ist das Wichtigste? Mein Beruf gibt mir Kraft, macht mir Spaß und taugt mir - ich möchte das machen, solange ich Qualität bringen kann; daher weiß ich, dass ich Abstriche machen muss, um fit zu bleiben.  Natürlich bin auch ich nicht immer lustig, aber man kann sich nur selbst immer wieder aus einer Depression rausholen.