Brustkrebs ist hierzulande die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa jede zehnte Österreicherin erhält im Laufe ihres Lebens die Diagnose, die meisten sind zum Zeitpunkt der Diagnose um die 50 (statistischer Erkrankungsgipfel). Brustkrebs versetzt die Betroffenen in Angst. Die ist nicht unbegründet: Auch wenn drei Viertel aller Frauen, die an Brustkrebs erkranken, heute auf Dauer geheilt werden, steht für ein weiteres Viertel das Leben auf dem Spiel.

Vorsorge hilft bei der Früherkennung von Brustkrebs

Da die Heilungschancen besonders groß sind, wenn der Brustkrebs früh erkannt wird, gelten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen als ein Schlüssel für eine vollständige Heilung. Dazu zählen:

  • das Selbstabtasten der Brust einmal im Monat, am besten kurz vor Ende der Regelblutung (sieheTippspalte),
  • die Tastuntersuchung, die Ihr Arzt bei der gynäkologischen Vorsorge vornimmt
  • Mammografie und Ultraschall als bildgebende Vorsorge, die gemäß dem österreichischen Programm zur Brustkrebsfrüherkennung für Frauen zwischen dem 45. und 69. Lebensjahr alle zwei Jahre kostenlos ist. Jüngere und ältere Frauen können bei ihrer Gebietskrankenkasse selbst eine Einladung dazu anfordern.

Mammografie und Ultraschall – das müssen Sie wissen

Bei der Mammografie wird die Brust geröntgt. Dazu wird jede Brust zwischen zwei Kunststoffplatten zusammengedrückt, was ziemlich unangenehm sein kann, zumal die Untersuchung der Brust einige Minuten dauert. Zeigt ein Röntgenbild, dass das Brustgewebe sehr dicht ist oder Auffälligkeiten, kann man zusätzlich einen Ultraschall von der Brust machen.

Die Möglichkeit, dass Sie in Österreich auf Anraten des untersuchenden Radiologen hin den Ultraschall im Rahmen des Brustscreenings durchführen lassen können, ist einzigartig. Nach dem Vier-Augen-Prinzip werten zwei qualifizierte Radiologen den Befund aus – Sie erfahren das Ergebnis nach spätestens sieben Werktagen persönlich oder können es sich mit der Post senden lassen. Auf Ihren Wunsch setzt man parallel den Arzt Ihres Vertrauens davon in Kenntnis.

Diagnose Brustkrebs – was nun?

Eine Brustkrebsdiagnose wirft betroffene Frauen aus ihrer gewohnten Bahn. Angst, Verzweiflung, Panik und Depression machen sich breit. Es ist schwer, ruhig zu bleiben und klar zu denken. Doch das ist nötig, denn Sie brauchen jetzt medizinische Hilfe. Die finden Sie in den österreichischen Krebszentren: Machen Sie dort frühzeitig einen Termin für ein Erstgespräch!

In den Krebszentren arbeiten Spezialisten verschiedenster Bereiche Hand in Hand, um mit Ihnen die beste Therapie für Ihren vom Krebs befallenen Körper zu planen und durchzuführen. Das Expertengremium legt einen individuellen Behandlungsplan fest und entscheidet, ob Sie zunächst operativ, medikamentös oder mit Strahlen behandelt werden. Parallel dazu werden Sie von der Psycho-Onkologie betreut.

Die Gespräche mit den Psychologen helfen vielen Frauen, ihren Weg zu finden, mit der Diagnose Brustkrebs und der Behandlung desselben umzugehen. Gemeinsam mit Familie und Freunden sind Ihnen die Fachkräfte der Krebszentren ein Rückhalt, auf den Sie sich im Falle des Krebsfalls verlässlich stützen können. Nach der Behandlung Ihres Brustkrebses führen die Krebszentren die Nachsorgeuntersuchungen durch, gegebenenfalls auch weitere Therapien.