Welche Faktoren sind verantwortlich für eine Nasenatmungsstörung?
Die äußere Nase, also jener Teil des Organs, welcher frei sichtbar ist, kann verantwortlich für eine Nasenatmungsstörung sein. Wenn diese nicht einwandfrei funktioniert, das heißt, wenn die Form der Nase nicht so gestaltet ist, dass Luft in einem normalen Ausmaß durch die Nase transportiert werden kann, kommt es zur Behinderung der Atmung. Jede Formveränderung, ob an der Nasenscheidewand, der Nasenspitze, der mittleren Nase oder dem Nasenrücken, kann Grund für eine Atmungsstörung sein. Solche Formveränderungen können entweder durch eine Verletzung hervorgerufen werden oder bereits angeboren sein. Ein weiterer Grund kann in der inneren Nase, den Zonen der Nasenhöhle, liegen. Probleme können hier etwa bei der inneren oder äußeren Nasenklappe sowie bei den Nasenmuscheln auftreten. Mögliche Auslöser für eine Atmungsstörung wären hier beispielsweise eine Erkältung oder ein Schnupfen.

 

 

Inwieweit kann die Luft, die wir einatmen, Nasenatmungsstörungen hervorrufen?
Über die Luft aufgenommene Bakterien oder Viren können Krankheiten wie Schnupfen oder Husten auslösen, welche die Atmung erschweren. Das Einatmen von giftigen Dämpfen, die die Nasenschleimhäute reizen und anschwellen lassen, können ebenfalls Nasenatmungsstörungen nach sich ziehen. Solche Entzündungen können mitunter sehr schmerzhaft sein und die Nasenatmung empfindlich beeinträchtigen. Immer häufiger treten zudem chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen auf. Grund dafür sind schädigende Einflüsse wie beispielsweise Feinstaub, den wir in den Städten einatmen. Darauf reagieren Menschen unterschiedlich empfindlich: Bei manchen äußern sich solche Umwelteinflüsse sogar in Form einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung.

 

 

Was kann man gegen eine Nasenatmungsstörung unternehmen?
Menschen mit chronischer Nasennebenhöhlenentzündung empfehle ich, sofern möglich, im Urlaub ans Meer oder in die Berge zu fahren und dort die frische, staubfreie Luft zur Erholung der Atemwege zu nutzen. Sollte die Nasenatmungsstörung auf die anatomische Form der Nase zurückzuführen sein, ist oftmals ein operativer Eingriff notwendig. Dabei geht es meist nicht um die ästhetische Komponente, sondern darum, die Funktion der Nase zu verbessern und das chronische Leiden der Atmungsstörung zu lindern oder zu heilen. Ein solches chronisches Leiden kann zum Beispiel das Schnarchen sein, denn wenn die Atmung eingeschränkt ist, bedingt das immer ein Geräusch während des Schlafens. Dieses kann in der Nase oder weiter hinten am Gaumen oder am Zungengrund entstehen. In jedem Fall sollte man das chronische Schnarchen im Schlaflabor oder ambulant im Krankenhaus untersuchen lassen, um zu sehen, ob man an einer Schlafapnoe leidet. Diese wird dann durch das Tragen einer Apnoemaske beim Schlafen behandelt.

 

 

Wie sollte man Schnupfen und Erkältungen behandeln?
Bei akutem Schnupfen helfen aggressive, abschwellende Nasentropfen am besten. Diese sollte man allerdings nur eine Woche lang verwenden, da die Topfen die Schwellkörper der Schleimhäute schrumpfen lassen. Das bewirkt zwar eine freie Atmung und verhindert eine mögliche Entzündung etwa des Kiefers oder der Stirnhöhle, die Tropfen greifen aber bei zu langer Anwendung die Schleimhäute selbst an. Vor allem bei Kindern ist es wichtig, darauf zu achten, dass sich aus einer starken Erkältung keine Augenentzündung oder ähnliches entwickelt. Besonders im Winter kann Heizungsluft zur Austrocknung der Nase führen. Deshalb sollte man beim Schlafen auf die Heizung verzichten und lieber eine zusätzliche Decke verwenden. Das Aufhängen von feuchter Wäsche hilft zudem, die Luft etwas zu befeuchten, was den Atemwegen sehr zugute kommt.