Plötzliches Fieber, Kopf- oder Muskelschmerzen und als Draufgabe auch noch Schüttelfrost – die Influenza, besser bekannt als „echte“ Grippe, ist wahrlich kein Zuckerschlecken und eine der negativen Seiten der kalten Jahreszeit. Im Gegensatz zum grippalen Infekt, der bis auf eine ordentliche Erkältung mit leichtem Fieber zumeist harmlos verläuft, ist die Influenza weitaus gefährlicher und beginnt überfallsartig. Von den Influenza-Viren ausgelöst, hat die Grippe in den Wintermonaten Hochsaison und kann im schlimmsten Fall für die erkrankten Personen lebensbedrohende Komplikationen nach sich ziehen.

Risikogruppen für Grippeerkrankungen

Besonders gefährdet, sich mit der Influenza anzustecken, sind, neben chronisch Kranken und Menschen mit einem schwachen Immunsystem, vorwiegend Kinder und ältere Personen. Neben den bekannten Grippe-Symptomen können unter anderem Mittelohr-, Nasennebenhöhlen- oder auch Herzmuskelentzündungen entstehen. Insbesondere Lungenentzündungen können für die Risikogruppen lebensgefährlich werden.

Jährlich sterben allein in Österreich über 1.000 Menschen an den Grippefolgen. Vor allem in dicht besiedelten Regionen breitet sich die Influenza durch die Tröpfcheninfektion besonders rasch aus. Übertragen werden die Viren durch die Luft, etwa durch Niesen, Husten oder Sprechen, oder etwa auch über direkten Händekontakt. Da die Influenza eine hochinfektiöse Erkrankung darstellt, ist nicht nur Vorsicht im Umgang mit erkrankten Personen geboten, sondern auch wenn Risikogruppen aufeinandertreffen – etwa Kleinkinder und ältere Menschen.

Hygienemaßnahmen und Grippeimpfung

Vorbeugende Hygienemaßnahmen sind daher besonders in der Grippezeit das Um und Auf. So können beispielsweise regelmäßiges Händewaschen, hygienisches Husten sowie das sofortige Entsorgen von Einwegtaschentüchern dabei helfen, Grippeansteckungen vorzubeugen. Da Kleinkinder aber noch nicht über das gleiche hygienische Verständnis für Händewaschen und Co. verfügen, gibt es die Möglichkeit einer Grippeimpfung, die im Übrigen auch älteren Menschen stark empfohlen wird.

Die Impfstoffe werden ständig weiterentwickelt, da sich auch die Grippeviren von Jahr zu Jahr genetisch verändern. Nicht nur die Kinder können von einer Impfung profitieren, sondern gerade auch das unmittelbare Umfeld – egal ob Kindergartenfreunde oder Familie. Eine Impfung macht vor allem auch dann Sinn, wenn Kinder gerne und viel Zeit mit ihren Großeltern verbringen.

Nasenspray anstatt Spritze

Neben Mutter und Vater sind insbesondere Großeltern wichtige Bezugspersonen für Kinder. Damit der Enkelbesuch in der kalten Jahreszeit in erster Linie Spaß und Freude macht und nicht zum Ansteckungsrisiko für ältere Menschen wird, empfiehlt es sich, Kinder impfen zu lassen – der eigenen Gesundheit und jener der Großeltern zuliebe. Die beste Zeit für eine Grippeimpfung ist zwischen Oktober und November, da sich der Impfschutz erst entfalten muss. Doch auch eine kurzfristige Impfung kann dem Körper dabei helfen, den Krankheitsverlauf der Grippe zumindest abzuschwächen.

Da sich allerdings viele Kinder vor der Injektion beim Arzt fürchten, gibt es mittlerweile eine Alternative zur Spritze. Mit Hilfe von Nasensprays kann Kindern der Grippeimpfstoff unkompliziert und schmerzfrei verabreicht werden. Sprühen statt Spritzen lautet dabei die Devise. Das hat nicht nur einen unmittelbaren positiven Effekt auf Kind und Familie, sondern schließlich auch aufgrund der niedrigeren Ansteckungsrate einen gesamtgesellschaftlichen Mehrwert.