So schlafen die Österreicher 2016

Ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir. Laut einer aktuellen Umfrage* schlafen die Österreicher im Schnitt 7,2 Stunden täglich. Knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) klagt allerdings übers Aufwachen vor dem Weckerklingeln, etwas weniger haben demnach Probleme mit dem Durchschlafen. Ein Viertel der Befragten hat Einschlafprobleme, ein Zehntel Albträume. Eine Umfrage** aus 2014 hat zudem ergeben, dass sich vier Fünftel der Österreicher müde und ausgelaugt fühlen.

Was tun für guten Schlaf?

Schon Paracelsus, der berühmte Arzt und Philosoph aus dem 16. Jahrhundert, sagte: „Ein krankes Bett ist ein sicheres Mittel, die Gesundheit zu ruinieren.“ Was ein krankes respektive gesundes Bett ist, erklären wir Ihnen hier.

Das gesunde Bett

Beim Bett kommt‘s auf die Beschaffenheit an. Nach aktuellem Erkenntnisstand ist naturbelassenes oder nur mit Naturwachsen, -lasuren und -ölen behandeltes Holz das beste Schlafmittel. Denn Chemikalien, allen voran: Formaldehyd, das noch immer in Holzschutzmitteln, Klebern und Leimen steckt, machen auf Dauer krank. Und synthetische Farben, Lacke und Lasuren sowie Holzsprays behindern die natürliche Atmung des Holzes.

Hölzer aus heimischer, umweltfreundlicher Forstwirtschaft und Betten aus nachhaltiger Holzproduktion punkten ökologisch und gesundheitlich. Ein Gütezeichen für ökokorrektes Holz ist das FSC-Zertifikat (Forest Stewardship Council), ein anderes das PEFC-Siegel (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes). Auch Naturland zertifiziert Öko-Hölzer.

Für Betten aus purem Holz – ohne metallische Bauteile – soll zudem sprechen, dass Metalle das Erdmagnetfeld verändern und so den gesunden, natürlichen Schlaf beeinträchtigen.

Die gesunde Matratze

Die Matratze ist dem Körper näher als das Bettgestell. Bei ihr kommt es auf Liegekomfort an. Auch der resultiert aus Material und Verarbeitung. Sogenannte Naturmatratzen sind ein Garant für die Verwendung schadstoffgeprüfter Materialien. Sie sind aus nachwachsenden Rohstoffen wie Rosshaar, Torf, Kokos, Baumwolle oder Wolle (Kamel, Schaf, Ziege) gefertigt. Die Naturbelassenheit der Matratzen begründet ihre Wiederverwertbarkeit (Recycelbarkeit), nachdem sie als Lagerstätte ausgedient haben.

Tipp: Übrigens sollten Sie eine Matratze aus rein hygienischen Gründen etwa alle acht Jahre wechseln, so die deutsche Stiftung Warentest.

Das gesunde Bettzeug

Bei Bettzeug, Kissen und Decke, sollten Sie auf die natürliche Füllung und Hülle achten. Oft ist Bettzeug mit einem synthetischen Materialmix gefüllt, alternativ stecken Baumwolle, Hanf, Seide, Wolle, Daunen und Federn drin.

Tipp: Bei Federbetten besteht die Gefahr, dass sogenannte Blutdaunen verwendet wurden, die aus Lebendrupf stammen, einer brutalen Tierquälerei. Wer beim Kauf seines Bettzeugs auf bekannte Ökolabel für Textilien achtet, ist auf der bestenfalls schadstofffreien Seite. Ein in Österreich und Deutschland anzutreffendes Ökolabel für Bettwaren ist ÖkoControl der gleichnamigen Gesellschaft für Qualitätsstandards ökologischer Einrichtungshäuser mbH.

Die gesunde Bettwäsche

Die Bettwäsche ist uns beim Schlafen zweite (bei Nacktschläfern) oder dritte Haut. Schadstofffrei angebaute Rohstoffe wie Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) bringt schon vom Feld her weniger Pflanzenschutzmittel (Pestizide, Fungizide, Insektizide) in der Faser mit ins Bett als herkömmliche.

Tipp: Da die statische Spannung natürlicher Produkte angenehmer ist als die synthetische, sollten Sie Ihre Haut besser auf Bio-Produkten betten. Verschiedene Textil-Zertifikate stehen für Bio, zahlreiche Organisationen setzen Qualitätsstandards, darunter die BCI (Better Cotton Initiative).

Die gesunde Nachtwäsche

Wenn schon Nachtwäsche, dann bitte in nachhaltiger Qualität. Andernfalls wäre es gesünder, nackt zu schlafen, so denn die Bettwäsche Bio-Qualität hat.

*Umfrage von Integral Markt- und Meinungsforschungsgesellschaft mbH vom Februar 2016

**Umfrage der Wiener Städtischen Versicherung und Netdoktor.at 2014