Für 66 Prozent der ÖsterreicherInnen heißt Urlaub 2017, die Koffer zu packen und zu verreisen. Laut des Reisebarometers von Europ Assistance bevorzugen 64 Prozent der ÖsterreicherInnen heuer den Strand als Sommerurlaubsort. Dahin geht’s mit Auto, Bus, Bahn oder Flieger. Wer mit Kindern reist, steht dabei vor einer Herausforderung mit Stressrisiko, das Sie mit guter Vorbereitung jedoch deutlich mindern können.

Zur Flugdauer

Fliegen schadet gesunden Babys und Kindern zwar nicht (Im Zweifel holen Sie sich ein „OK“ vom Kinderarzt Ihres Vertrauens!) – anstrengend ist es aber allemal. Und je länger ein Flug dauert, desto anstrengender wird er. Deshalb gilt: Wenn Sie die Wahl haben, buchen Sie ein Urlaubsziel für die Familie, das nur wenige Flugstunden entfernt liegt.

Zum Service

Kinderfreundliche Airlines haben sich auf reisende Familien eingestellt. Fragen Sie deshalb schon beim Buchen Ihres Fluges nach den Leistungen, die man Ihrer Familie bietet. Auf manchen Flügen können Sie zum Beispiel einen klappbaren Buggy bis zehn Kilogramm Gewicht kostenlos mitnehmen und direkt beim Einsteigen in den Flieger abgeben. Bei Ihrer Ankunft wartet er dann auf dem Gepäckband in der Ankunftszone auf Sie.

Zum Sitzplatz

Ein Fensterplatz bietet Kindern Ruhe zum Schlafen und Ausblick, doch der verliert mit der Zeit auch an Anziehungskraft. Da ist ein Platz am Gang vorteilhafter, denn dort kann Ihr Kind aufstehen, etwas laufen oder kurz auf dem Boden spielen. Auch das rege Treiben des Bordlebens lässt sich von dort beobachten. Ganz zu schweigen vom kürzeren Weg zur Toilette. Bewährt hat sich auch ein Sitzplatz in Crew-Nähe, falls die Kinder nach extra Kissen, Decke oder Getränk verlangen.

Zum Druckausgleich

Wer noch stillt, ist hier fein raus, denn dann gibt’s beim Starten und Landen die Brust und das Baby hat was zum Schlucken gegen den Druck im Ohr. Ältere Kinder bekommen dazu Lutschbonbons oder Kaugummis. Ein abschwellendes Nasenspray hilft kleinen Schnupfennasen, den Druck besser auszugleichen.

Zur Versorgung

Reisen Sie mit Kindern, gehört alles Nötige zu deren Rundum-Versorgung ins Handgepäck: Wickelzeug, Wechselklamotten – übrigens auch für sich selbst, denn es  gibt schnell mal ein Malheur. Plastikbeutel sind daher ein Must-have für schmutzige Windeln und Wäsche. Feuchttücher für klebrige Schnuten, Finger und mehr dürfen auch nicht fehlen.

Zum Essen

Für Kinder sollten Sie trotz gebuchter und guter Bordverpflegung selbst immer etwas zu essen dabei haben, das Ihre Kinder mögen und das Sie ihnen jederzeit schnell und leicht servieren können. Ein gesunder Snack beruhigt quengelnde Kinder – und deren Eltern.

Zur Beschäftigung

Viele kinderfreundliche Airlines halten kleine Spiele für Kinder bereit. Trotzdem sollten Sie immer altersgerechte Spiel- und Malwerkzeuge, Bücher, Zeitschriften, Musik, Hörspiele oder Filme samt Player zur Hand oder im Handgepäck der Kinder stecken haben, die diese beschäftigen und lange bei Laune halten.

Im Notfall ziehen Sie den Joker aus der Tasche: eine Überraschung, die Sie extra für den Flug besorgt haben. Und bitte: Fragen Sie schon beim Start, ob nach dem Landen ein Cockpit-Besuch möglich ist, dann können Sie Ihre Kids damit bis zur Ankunft vertrösten.